— Der Arbeitsfleiß des Auslanddeutschen — 41 „Es ist nur der unausrottbare Idealismus des Deutschen, der an das Gute im Menschen glauben will, der auch jetzt, wo der ganze Haß der Welt sich auf ihn entladen hat, nur händeringend und entschuldi gend sich seine Fehler vorhält und wirklich glaubt, der deutsche Militarismus, unfähige Diplomatie, welche die Presse des Auslandes nicht zu beeinflussen versteht, der deutsche Reisende mit lautem Organ, Jägerhemd und Lödenrock habe das alles verschuldet. Wer im Ausland gelebt, die Deutschen dort an der Arbeit gesehen, und gehört hat, was die Einhei mischen dazu sagten, der wird etwas anderes sagen. Der deutsche Fleiß, das Arbeiten um der Arbeit willen, das dem Deutschen im Blut liegt, hat uns diesen Haß zugezogen und ist letzten Eudes der Ur grund des Weltkrieges. Wenn man den Deutschen im Ausland arbeiten sieht neben dem Einheimischen, dann begreift man, warum er vorwärts kommt, reich wird, man begreift aber auch — wenn man sich kein Ideal des Einheimischen konstruiert — daß dieser nach an fänglicher Neugier und kurzer Befolgung des Bei spiels in feine ursprüngliche Natur zurückfällt, den schnell aufstrebenden Deutschen bochs, porco oder damned Dutchman schimpft und seine Denkfähigkeit dazu benützt, um dieser Arbeitsbiene womöglich den Honig ohne Arbeit wegzunehmen." Wir werden es nach dem Kriege nicht dulden können, daß man, weil man die wirtschaftliche Konkurrenz der Deutschen fürchtet und haßt, diese Abneigung an unseren Mitbürgern im Auslande allenthalben auszulassen wagt. Angesichts eines ungebrochenen englischen Prestiges wer den wir aber diese unserer Würde entsprechende Anerken-