— Voraussetzung unsrer weltwirtschaftlichen Zukunft — 45 oder in neutralen Ländern über See deshalb vertrauens voll wieder niederlassen werden, weil im Falle eines neuen Krieges das weit entfernte Jnselreich vor der Gefahr steht, ausgehungert zu werden? Solchen Persönlichkeiten, auf deren Tatkraft wir unsere weltwirtschaftliche Zukunft auf gebaut sehen, mutz es viel wirksamer erscheinen, wenn im Falle eines Krieges die deutsche Hochseeflotte aus dem Meere erscheint und in fernen Gebieten durch ihr Auftreten oder ihr Prestige die Sicherheit für deutschen Besitz ver bürgt. Sieht man aber von dieser Vorsorge für den Krieg ab, so bedeutet die Unterseebootsgefahr für ein unbesiegtes England keinen Druck, die friedliche Handels- und Ver kehrspolitik und alles damit Zusammenhängende so zu ge stalten, datz es nicht feine Spitze gegen Deutschland richtet. Hier mutz die Machtfrage entscheiden. Und diese Machtfrage England gegenüber so zu lösen, datz wir weder in einem kommenden Kriege noch im Frieden in unserer weltwirtschaftlichen und damit volkswirtschaftlichen Ent wicklung hinter den englischen Interessen zurückstehen müssen, ist das Kriegsziel unserer Volkswirtschaft. Im mer wieder und von neuem mutz aner kannt und betont werden, was auf dem Spiele stehen würde, wenn dieses Ziel nicht mit den Waffen von uns erfochten würde. Denn datz England gutwillig keinen Schritt zu rückweicht, keine der von ihm sich angemaßten Rechte und keinen Punkt seiner Weltwirtschaftsbeherrschung gutwil lig aufgibt, daran hat es heute wie früher weder bei sei nen Freunden noch bei feinen Feinden einen Zweifel auf kommen lassen. Seit den ersten Tagen des August 1914 rechnen aber auch wir nicht mehr auf diesen guten Willen Englands, sondern nur auf unseren Sieg. —