57 einigten Königreich. Eine große Zahl britischer Industrie zweige hat seit dem Kriegsanfang einen außerordentlichen Unternehmungsgeist und schöpferische Kraft gezeigt. Unter den einzelnen Gewerbetreibenden hat sich eine größere Nei gung geltend gemacht, sich durch Ideenaustausch zusammen zufinden, ihre Geschäftsgeheimnisse, welche bisher eifer süchtig bewacht wurden, gemeinschaftlich zu behandeln und alle möglichen wissenschaftlichen und technischen Hilfsquel len des Landes heranzuziehen, um die Produkrion und eine verbesserte Organisation herbeizuführen (Beifall). In einzelnen Zweigen hat, wie man mir sagt und- wie ich sicher glaube, schon fetzt ein Wechsel stattgefunden, welcher geradezu einer Revolution gleichkommt, und es gibt kaum irgend einen Eewerbezweig in diesem Lande, der Nicht aus den schweren Zeiten des Krieges, aus den besonderen Schwierigkeiten, welche man überwinden mutzte, gekräftigt und mit neuen Reizmitteln versehen herausgegangen ist. Ich glaube, daß ich mich nicht übertrieben selbstgefäl lig ausdrücke, wenn ich sage, daß die Geschichte des Krieges in unserer heimischen Industrie eine solche ernster und dro hender Schwierigkeiten gewesen ist, denen wir Mit Mut entgegengetreten sind und die wir erfolgreich überwunden haben. Ich möchte auf zwei Tendenzen ein besonderes Ge wicht legen, wenn es sich- hier auch um eine Abschweifung, aber darum doch um einen wichtigen Punkt, handelt: Erstens möchte ich auf die Entwicklung von Gewerbever bänden für gemeinsame Maßnahmen im Lande selbst und außerhalb des Landes verweisen, welche den durchschnitt lichen Stand der Produktion steigern sollen. Die zweite und nicht minder wichtige Tendenz besteht in der Erkennt nis, daß wir Lücken in der wissenschaftlichen Forschung, in der Verwertung ihrer Resultate und ihrer Anwendung für technische und industrielle Zwecke auszufüllen haben.