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        <title>Die englische Gefahr für die weltwirtschaftliche Zukunft des Deutschen Reiches</title>
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            <forname>Hermann</forname>
            <surname>Levy</surname>
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— Ein Fall aus Nigeria — 
bekommen. Haben wir diese dann endlich frei, so dürfen 
wir sie immer noch nicht verkaufen, wir müssen erst bei dem 
Niederländischen Übersee-Trust anfragen, ob sie mit un 
serem Käufer einverstanden ist; vor allem beim Kakao 
wird aber augenblicklich kein einziger Käufer für gut be 
funden." 
Alle diese Maßnahmen und die gesamte Unterwerfung 
der Neutralen unter die englische Wirtschaftsgewalt hat 
England nur dadurch verwirklichen können, daß es durch 
feine Macht zur See einen Druck auf jene kleineren neu 
tralen Länder üben konnte. Unter offener oder versteckter 
Androhung der Sperrung von Nahrungsmittel- und Roh 
stoffzufuhren wurden die neutralen Länder, soweit sie nicht 
wie die Vereinigten Staaten von Amerika von vornherein 
englandfreundliche Veranlagung zeigten, in den Kampf 
gegen den deutschen Handel gezwungen. 
Es ist ohne weiteres klar, daß diese Verhältnisse, für 
deren Wirkung auf das deutsche Erwerbsleben im Aus 
lande nach dem Kriege noch manches jetzt aus Furcht vor 
unseren Feinden unterdrückte Zeugnis hinzukommen 
wird/) einen weittragenden Schatten auf unsere zukünftige 
*) Unter der Überschrift „Englische Räuberei in Nigeria" brachte 
die Kölnische Zeitung (erste Morgen-Ausgabe) vom 10. August 1916 
folgende Mitteilung: „Wie bekannt, hat die englische Regierung in 
Nigeria den zwangsweisen Verkauf sämtlichen deutschen und öster 
reichischen Privateigentums in dieser britischen Kolonie angeordnet. 
Das Hamburger Fremdenblatt veröffentlicht jetzt den Wortlaut der 
diesen Raub aussprechenden Bekanntmachung in Lagos: 
Verkauf von freiem Grundbesitz und Pachtgütern, Kunden- 
listen (good-will) und Schutzmarken von Firmen feindlicher Län 
der in Nigeria: Auf Anordnung des Obergerichts wird die Re 
gelung des Verkaufs jeden freien Grundbesitzes und Pachtgntes 
von Firmen feindlicher Länder in Nigeria vorgenommen mit 
Einschluh von Ländereien, Häusern, Werkstätten, Läden, Waren 
häusern, Lagerhäusern, Werften, Landungsplätzen und allen an-</div>
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