dem erforderlichen statistischen Material, und wir müssen uns daher auf einige allgemeine Bemerkungen beschränken. Städtische und ländliche Versicherungsnehmer. Das eine steht fest, daß an der Lebensversicherung die städtische Bevölkerung gegenüber der ländlichen in ganz überwiegendem Maße be teiligt ist. Außerhalb der Kreise der Großgrundbesitzer, Pfarrer, Lehrer und anderen Personen von höherer Bildung ist es der Lebensversicherung trotz jahrzehntelanger Bemühungen nur ganz allmählich gelungen, auf dem Lande allgemein festeren Fuß zu fassen, und erst in den letzten Jahren begegnet man, dank der Unterstützung, die sie bei Landwirtschaftskammern und anderen landwirtschaftlichen Korporationen gefunden hat, auch in bäuerlichen Kreisen wachsendem Verständnis für den Wert der Lebens versicherung. Beruf der Versicherungsnehmer. Zahlenangaben über die Berufe der Versicherten können nicht ge wacht werden. Es bringen zwar eine Reihe von Gesellschaften in ihren Jahresberichten Übersichten über die Berufe der im letzten Jahre Auf genommenen oder Verstorbenen. Das kann aber kein zuverlässiges Bild von der Zusammensetzung des Versichertenbestandes nach Berufen ver schaffen, da z. B. bei den Gestorbenen die Rentiers und Pensionäre in irreführender Weise überwiegen. Wie ferner die großen Differenzen in den Durchschnittsversicherungssummen zeigen, hat fast jede Versicherungs gesellschaft ihren Anhängerkreis in bestimmten Volksklassen, und die Ver hältnisse bei einigen Unternehmungen lassen daher keinen Rückschluß auf bie Gesanitheit zu. Geschlecht der Versicherungsnehmer. Dagegen läßt sich ein einigermaßen zuverlässiges Urteil über die Beteiligung der Geschlechter wenigstens in der großen Todesfallversicherung gewinnen. Rach den Geschäftsberichten für das Jahr 1910 zählten 10 Gesellschaften großen, mittleren und kleinen Umfangs 765 534 männ liche und 49 330 weibliche Versicherte. Man kann daher wohl auch für bie Gesamtzahl aller Gesellschaften annehmen, daß der Anteil der Frauen am Versichertenbestand ungefähr 6 °/o ausmacht. Diese geringe Ziffer ist verständlich, wenn man bedenkt, daß den Versicherungsschutz vor allem er werbstätige Personen suchen, deren Tod ihre Angehörigen ihres Ernährers beraubt. Auffällig aber ist, daß trotz der starken Zunahme erwerbs- § I; W: : ff