58 I. Geschäftliche Versicherung. Anlagen' in Wertpapieren verteilen sich im einzelnen, wie aus Tab. 25 (S. 56—57) ersichtlich ist. Etwa die Hälfte der Wertpapiere entfällt aus deutsche Staatspapiere. Ihr Anteil an der Summe aller Kapitalanlagen betrug: Tabelle 26. ohne mit Jahr den im Besitz der Bersicherungseinrichtungen von Be- rufsvereiliigungen befindlichen Staatspapieren 1 2 3 1902 1,45 1,53 1903 1,82 1,40 1904 1,41 1,47 1905 1,44 1,51 1906 1,35 1,42 1907 1,29 1,35 1908 1,24 1,30 1909 1,44 1,51 Mit Einbeziehung der Staatspapierbestände der Versicherungs einrichtungen der größeren Berufsvereinigungen ist der Prozentsatz höher, ein Beweis dafür, daß diese Versicherungseinrichtungen Staatspapier bestände in verhältnismäßig weiterem Umfang halten als die Aktien- und Gegenseitigkeitsgesellschaften. Das erklärt sich damit, daß den Vor ständen dieser Versicherungseinrichtungen vielfach die nötige Kenntnis im Hypothekengeschäft fehlt, und daß sie aus diesem Grunde mehr der in leichterer Weise zu bewerkstelligenden, wenn auch weniger rentabeln Anlage in Staatspapieren zuneigen. Die Wertpapieranlagen der deutschen Lebensversicherungsunter nehmungen enthalten ein ihre Spartätigkeit hemmendes Moment. Denn seit Jahren erwachsen aus Kursrückgängen, an denen besonders die Staatspapiere beteiligt sind, nicht unerhebliche Verluste. Sie betrugen in der beobachteten Periode 6 229 551 Mk. und nach Abzug der Kurs gewinne 4 236 431 Mk., ein im Vergleich zu den niedrigen Beständen an Wertpapieren sehr stattlicher Betrag. Hypotheken. Die Lebensversicherungsunternehmungen müssen in ihrer Tätigkeit als Sparer naturgemäß darauf bedacht sein, die Anlagen zu wählen, dic den besonderen Bedürfnissen des Lebensversicherungsbetriebs genau an-