208 II. Öffentliche Versicherung. Übertrag; 1537 Mill. Mk. 5. als Sparkasseneinlagen 12 „ „ oder 0,8 °/o 6. in eigenen Grundstücken 85 „ „ „ 5,1 °/o 7. als Kassenbestände und vorübergehende Bankguthaben 28 „ .. „ 1,7 ®/o = 1662 Mill. Mk. Die Vermögensanlagen weisen also im ganzen genommen einen ziemlich hohen Grad von Liquidität auf — nahezu 35°/o sind in Wertpapieren angelegt —, während an sich der technische Aufbau der Invalidenversicherung für absehbare Zeit eine ganz besondere Rück sichtnahme auf die Flüssigkeit der Anlage — wie sie bei der Kranken versicherung und der Unfallversicherung geboten scheint — offenbar nicht unbedingt notwendig machen würde. Bei den Darlehen an Gemeinden usw. und den Hypothekenanlagen und ähnliches überwiegen durchweg die Amortisationsdarlehen, die die Mittel der Versicherungsträger planmäßig und verhältnismäßig schnell wieder frei machen. Allerdings spielten anfänglich die Wertpapiere noch eine erheblich größere Rolle; 1900 (für die ersten zehn Jahre haben wir keine am sämtliche Versicherungsträger bezüglichen Angaben hierüber) bestand noch fast die Hälfte des Gesamtvermögens (genau 49,4 °/o) in Wertpapieren. Der relative Rückgang hat nicht nur die Reichs- und Staatspapiere betroffen, sondern mehr noch die Kommunalpapiere aller Art, erstere waren 1900 mit 138 Millionen oder 16,3 °/o beteiligt, letztere mit 280 Millionen oder 33,1 °/o (dem absoluten Betrage nach haben, wie der Vergleich mit den zuerst wiedergegebenen Zahlen für 1910 zeigt, beide Gattungen weiter zugenommen). Dem entspricht auf der anderen Seite eine starke Zunahme der Darlehen an Gemeinden sowie gegen Hypothek usw., die 1900 zu sammen mit rund 390 Millionen nur erst 46,1 °/o, jetzt aber 57,5 °/o des Gesamtvermögens ausmachen; daneben findet sich auch eine mäßige Vermehrung des eigenen Grundbesitzes, in welchem 1900 nur 2,6 °/o des Vermögens steckten. Diese erstgenannten beiden Gruppen, nach denen sich in neuerer Zeit der Schwerpunkt der Vermögensanlagen der Versicherungsträger verschoben hat, enthalten die Darlehen und eigenen Aufwendungen der Anstalten für Wohlfahrtseinrichtungen aller Art, die der Hauptsache nach, zum Teil sogar ganz ausschließlich der versicherungspflichtigen Bevölkerung zugute kommen und dazu dienen, mittelbar die Hauptaufgaben der Invalidenversicherung erfüllen zu helfen.