5 der gesamten Förderung des rheinisch-westfälischen Nuhrkohlen- reviers entfällt. Neben der Industrie ist die Landwirtschaft immer- hin noch beträchtlich. Sie umfaßt nach der Zahl der Wirtschafts karten 4327 Betriebe, wobei die Zwergbetriebe nicht mitgerechnet sind, da sie in Sammellisten zusammengefaßt sind. Die orls- anwescnde Bevölkerung ohne die im Felde stehenden Soldaten beträgt 344 000 Einwohner, dabei sind Landgemeinden mit 77, 68, 56 und 30 000 Einwohnern vorhanden. Von den 344 000 Ein wohnern sind rund 24 000 Selbstversorger und 320 000 Ver sorg, mgsberechtigte, von letzteren wieder 65 000 Bergarbeiter und 82 000 Nüstungsarbeiter. Bei der letzten Friedenszählung hatte der Kreis 67 000 inländische Polen und 22 O0O Neichsausländer. An Ausländern sind jetzt l2 bis 14 000 Kriegsgefangene und ebensoviele freie Zivilarbeiter ans den besetzten Gebieten Belgiens und Polens vorhanden. Die zur Versorgung dieser Bevölkerung notwendigen Mengen an Lebensmitteln sind naturgeniäß er heblich. So werden monatlich 27 000 bis 28 000 Doppelzentner Mehl einschließlich aller Zulagen gebraucht und an Strcichfetten wöchentlich 400 Zentner für die gewöhnliche Bevölkerung und 100 Zentner für die Schwerstarbeiterl Die Mengen an anderen Lebensmitteln wie Fleisch, Kartoffeln usw. ergeben sich aus den vorgenannten Ziffern von selbst." Selbstverständlich liegen in der Mehrzahl der Kreise die Verhältnisse sehr viel einfacher, aber das Beispiel gibt doch einen Begriff von der Mannigfaltigkeit der Richtungen, in denen die Schwierigkeiten für Lie Kreisverwal- kungen liegen. T| Die Einrichtungen zur Durchführung der Aufgaben auf den Gebieten der Erfassung und Verteilung der Lebenö- und Futtermittel. Als die Abschließung Deutschlands und seiner Bundesgenossen vom Weltverkehr dazu führte, eine Bewirtschaftung von Lebens- vnd Futtermitteln von Reichs wegen eintreten zu lassen, ent wickelten sich sehr bald die K o m m u n a l v e r b ä n d e als n t e r b a u der entstehenden Organisationen sowohl für die Er- wssung der im Lande erzeugten Nahrungs- und Futtermittel als vuch für iEjre Verteilung und für die der von auswärts ozogcnen. Das Eingreifen des Reichs vollzog sich nicht auf einer sorundlage, deren Umfang von vornherein festgestanden hätte, sondern schrittweise und der Not gehorchend; ein Gebiet nach dem andern wurde erfaßt und von loseren Maßnahmen zu schärferen