unseres Kreises produziert werden, aufzukaufen und an die Be darfsstellen abzuführen. Es bestanden im Kreise zwei größere Einkaufsvereinigungen für landwirtschaftliche Produkte, nämlich die An- und Verkaufsgesellschaft in T und die Landwirtschaftliche Absatzgenossenschaft in A. Mangels jeglicher Organisation lehnte die Gesellschaft sich zunächst an diese beiden Vereine an, erstens, um sofort Waren für ihre Verbraucher zu beziehen, dann auch, wenn möglich, Erfahrung in bezug auf den Ankauf und die Preise land- wirtschaftlicher Produkte zu sammeln. Die Nachfrage nach land wirtschaftlichen Produkten, vor allem Gemüse, war bei den Abnehmern in der ersten Zeit der Tätigkeit unserer Gesellschaft unerwartet klein. Zum großen Teil waren die Gemeinden und Werke mit Gemüse von der An- und Verkaufsgesellschaft T reich lich versehen oder vielmehr überladen, so daß wir, von dem Wunsche geleitet, der Gesellschaft alles abzunehmen, was sie anbot, dis Ware anderen Stadtverwaltungen anbieten mußten, da wir sie in unserem eigenen Kreise nicht unterbringen konnten. Auch dort begegnete der Absatz Schwierigkeiten. Ein Versuch, diese Gemüse auf dem hiesigen Markte unterzubringen, kostete uns einige Opfer, ohne bei den hohen Einstandspreisen, die wir zahlen mußten, den gewünschten Erfolg einer Preisregulierung zu haben. Erst als es uns gelungen war, eigene Ankäufer im Kreise anzustellen, die, statt bei den Sammelstellen auf das Anbringen der Gemüse zu warten, planmäßig den Produzenten aufsuchten und an Hand der von uns gegebenen Richtpreise größere Käufe tätigten, bekam das ganze Geschäft ein anderes Bild. Inzwischen waren ja auch die geradezu kolossalen Preise für Frühgemüse etwas gesunken, und die dankenswerten Bemühungen der Herren Bürgermeister, den Absatz der Verkaufsstellen lebhafter zu gestalten, wurden erfolg- reicher. Wenigstens zeigte sich für unsere Angebote, die wir selbst verständlich zuerst an die Abnehmer des Kreises richteten, größeres Interesse. Einem Einkauf größeren Umfanges mit billigeren Preisen der ersten Hand, wobei wir zum Teil auf eigenes Risiko v e r kauften, entsprach nun auch eine ständig größere Abnahme der Gemeinden, so daß wir zurzeit schon von einer mehr befriedigenden Tätigkeit der Gesellschaft sprechen können. Es ist nunmehr auch schon möglich geworden, größere Mengen Gemüse regelmäßig dem Markte zuzuführen und auf die Preisgestaltung desselben mäßigend einzuwirken. Nicht nur auf Gemüse, sondern auch auf O b st hat sich unser Geschäft >in letzter Zeit ausgedehnt, und auch hier ist es unser Bestreben, alles irgend Erreichbare, das preiswert ist, im Kreise