25 tätigen Preisregelung hindernd im Wege steht, und daß einer fort laufenden P r e i s st e i g-e r u n g, die durch Zurückhaltung von Ware und andere Machenschaffen unlauterer spekulationslüstcrner, Händler noch begünstigt wird, nur durch tatkräftige staatliche Eingriffe vorgebeugt werden kann. Deshalb ist. die viel ver breitete und nicht'nur von den Vertretern des Handelsstandes eifrig verfochtene Anschauung, daß der freie Handel am besten in der Lage sei, die Versorgung der Bevölkcruyg mit Gemüse sicher- zustellen, irrig. Die Ware würde — wie das in erschreckendem Maße auf fast allen Gebieten der, Versorgung mit Gegenständen/, des täglichen Bedarfs vor Eintritt behördlicher Maßnahmen zu tage getreten ist — solche Preise erreichen, daß zum Schaden der breiten Verbraucherkreise deren Lebenshaltung unerträglich ver teuert und dabei doch eingeengt würde und der Hauptteil der Ware in die Hände nur verhältnismäßig weniger, besonders zahlungs- kräftiger und zahlungswilliger Käufer gelangen würde. Wenn daher auch die Marktberichte nicht die erhofften Erfolge einer selbsttätigen Marktregelung gezeitigt haben, so hat sich doch dieMarkteinrichtu n g,a lssolchebewährt. Nach dem Urteil der beteiligten Vcrbraucherkreise haben die in den großen Städten eingerichteten Märkte wesentlich dazu beigetragen, die ge- spannte Ernährungslage zu verbessern. Sie wurden, seitdem sich jeweils nach und nach ein ganzes örtliches Versorgnngsgebiet an geschlossen hatte, teils vom freien Handel, teils durch die Sammel- stellen und auch durch die Neichsstelle selbst mit ausländischen und später, als eine Zwangsbewirtschaftung für einige Gemüsearten eingetreten war, auch mit inländischen Waren beschickt. Die Förderung der Erzen g »n g begegnet bei dein Mangel an Arbeitskräften, die der Gemüsebau ; oI§ intensivste Form der Bodenbenutzung nötig hat, und bei der Knappheit an Düngemitteln und Samen besonderen Schwierigkeiten. Gleich wohl ist es gelungen, die Anbaufläche w e s e n t t i ch z u vergrößern. Neben der regen Werbe- und Aufklärnngstätig- keit, welche die Neichsstelle und andere Stellen (S. 17 ff.) ent wickelt haben, ist es zum großen Teil der Einführung des später zu besprechenden Lieferungsvertrages ,zu datzken, daß die Ge- müseanbauer trotz der bestehenden, Schwierigkeiten sich doch ent schlossen haben, immer größere Flächen der Gemiisekultur zu er schließen, und daß namentlich große Flächen von Gartenland oder bisher unbenutzten Ländereien zum Gemüsebau eingerichtet worden sind. In diesem Zusammenhange müssen auch die erfolgreichen Rx-