21 Die Macht der Großbanken. maßgebend sein. Gs sollte. Aber es ist es nicht. Es hat sich auch bei den wenigen selbständigen Direktoren die Gewohnheit herausgebildet, zuerst zu bestimmen, wie viel Dividende verteilt werden soll und dann erst — von dem, was zu guter Letzt übrigbleibt — die Abschreibungen zu verteilen. Wonach bestimmt man aber die zu zah lende Dividende? Nach dem Kurs, den die Aktien an der Börse haben. Der Direktor setzt seinen Ehrgeiz darein, den derzeitigen Akttonären eine angemessene Rente zukommen zu lassen. Hat er bei einem Kurs von 200% zehn Prozent Dividende verteilt, so hält er sich, bei dem selben Erträgnis wie im vorangegangenen Jahre, für verpflichtet, einen Teil des Gewinnes zu verstecken, wenn die Börse seine Aktien um den Abschlußtermin herum aus irgendwelchen allgemeinen Gründen nur mit pari bewertet. Dabei sollte ihn doch eigentlich nur das Nomi- nalkapital seiner Aktten etwas angehen. So sendet bis in die enüegensten Ecken der Zndu- striegesellschasten die Bankenherrschast ihren Widerschein. Sie hat eine tiefgreifende Änderung in der Gesamtstruk tur unserer Wirtschaft zur Folge gehabt. Die einzelnen Fndustriedirektoren sind mehr und mehr auf die Stufen von Ressortchefs herabgedrückt worden. Die eigentliche geschäftliche Leitung liegt entweder in den Händen der Syndikatsvorstände, in denen die Banken indirekt ver beten sind, oder direkt in den Händen der Bankdirek tionen. Von einzelnen Zentralpunkten aus erfolgt also heute schon die Leitung ganzer Gruppen industrieller Gesellschaften. Dieser Zentralpunkte werden immer ^Eniger. Und je mehr sich die oberste Leitung auf emem Punkt konzentriert, um so rapider ist der wirt schaftliche Fortschritt. Einen kleinen Renrill nnn beni Macktbereick der