Der kleine Bankier. 46 wo das spekulierende Privatpublikum sich sammelt. Inzwischen hat der Einpeitscher seine Aktien zu günsti- gen Kursen verkauft und überläßt das betreffende Papier nun seinem Schicksal. Handelt es sich um ein gutes Unternehmen, dessen Aktien aus diese Weise lanciert werden, so kann wohl der Kurs vorübergehend etwas sinken, aber selbst diejenigen, die zu verhältnismäßig hohem Kurse die Papiere erworben haben, können später einmal mit einigem Nutzen verkaufen und bekommen in der Zwischenzeit eine angemessene Dividende. Gehört das Papier aber zu den zweifelhaften Werten, so haben die, welche aus die Anpreisungen hineinfielen, natürlich das Nachsehen, und die Banken haben den Vorteil, da sie mit ihrem Namen nicht an die Öffentlichkeit getreten sind und um den Kurs sich nicht zu künunern brauchen. Von den Bankiers, die diese Vermittelungsgeschäste be ireiben, sind einzelne reich geworden. Namentlich solche, die klug genug waren, sich aus den Vertrieb innerlich guter Werte zu legen. Sie haben nicht nur an der Vörse verdient, sondern sich auch eine umfangreiche Kund schaft geschaffen, die dadurch, daß sie, zumeist aus erster Zueile mit Nachrichten bedient, rechtzeitig kauften und srühzeitig verkauften, gute Geschäfte machten. Das ge hört überhaupt zur Klugheit der Einpeitscher, daß sie u-cht allzuoft schlechte Werte propagieren, sondern Börse und Publikum etwas verdienen lassen, um sich eine dauernde ^^solgschast zu sichern. Skrupellose oder allzu waghalsige Elemente haben sich nie sehr lange zu halten vermocht, sondern sind früher oder später zugrunde gegangen.