von Budapest aus eine riesenhafte Propaganda für verschiedene ­ Blätter gemacht, die dem Kundenfang für ein paar kleine Bankgeschäfte am dortigen Platz dienen. Nicht genug gewarnt kann ferner vor der Berliner Finanz- und Handelszeitung werden, die von dem berüchtigten, ­ mehrfach wegen Betrugs und aller möglichen Schwindeleien vorbestraften Hugo Löwy herausgegeben wird. Dieser Herr hatte nach seiner Entlassung aus dem Zuchthaus wieder in Berlin seine Zelte aufgeschlagen, zog es jedoch vor, nachdem ihm hier der Boden wieder zu heiß geworden war, nach London zu ziehen, wo er unter der Firma „Oommercial and Financial Bank, Limited“ eine Reihe fauler Minengründungen inszenierte, die durch das Berliner Blatt und seine Generalagenten, die Herren Asmuß & Schmidt, unter das Berliner Publikum gebracht wurden. Zn dieselbe Kategorie von Blättern gehört auch ein von der Effektenbank Bern herausgegebenes ­ Druckwerk, das durchaus schwindelhaften Interessen dient. Das Publikum sollte gegen solche Bankierblätter im allgemeinen recht mißtrauisch sein. Sie sind ohne weiteres schwer zu schablonisieren. Vom journalistischen Standpunkt aus muß natürlich jede Verquickung ­ von Zeitung und Bankgeschäft aufs schwerste verurteilt werden. Aber vom Standpunkt der allgemeinen ­ Moral wird man sein Urteil natürlich immer nur von Fall zu Fall abgeben können. Genau so wie es Blätter gibt, die von Berufsjournalisten geleitet werden, ­ äußerlich also von keinem einzelnen Bankier abhängig ­ und doch unanständig sind, so können Bankierzeitungen ­ natürlich auch nach durchaus anständigen geschäftlichen ­ Grundsätzen redigiert werden. Das Publikum, das solche Blätter liest, muß sich aber darüber immer klar sein, daß sie nur Mittel zum Zweck der Erlangung von Kundschaft sind. Ist der Bankier anständig, so