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Miszellen,

Diese Tabelle zeigt, wie starken Schwankungen der Anteil der behandelten
 Unternehmungsformen innerhalb der einzelnen Gewerbegruppen
anterliegt. Der Anteil der Einzelinhaber, der im Durchschnitt 64,5 Pros.
beträgt, steigt in verschiedenen Gewerbegruppen auf mehr als 80 und
selbst 90 Proz., dagegen sinkt er in der Montanindustrie (1II.), der
ausgesprochenen Domäne des Kollektivbetriebes, auf 5,1 Proz.! Auch
die Zahlen der mehreren Gesellschafter weisen starke Abweichungen
auf. Ihr Anteil, der im Durchschnitt 15,5 Proz. beträgt, sinkt in der
Gast- und Schankwirtschaft bis auf 3,0 Proz., steigt in der Textilindustrie
 bis auf 32,2 Proz. Die Aktiengesellschaften (einschl. Kommanditgesellschaften
 auf Aktien) bleiben in 13 von den 23 Gewerbegruppen
 hinter dem Durchschnitt von 13 Proz., und zwar meist recht
erheblich, zurück. Dafür steigt ihr Anteil in der Maschinenindustrie
auf 39,9, im Versicherungsgewerbe auf 34,9, in der Chemischen Industrie
 auf 40,7, in der Montanindustrie sogar auf 56,5 Proz. Der
Anteil der G. m. b. H. ist am stärksten in der Chemischen Industrie,
in der Maschinenindustrie, in der Industrie der Leuchtstoffe usw. (VIII),
in der Industrie der Steine und Erden und in den Polygraphischen
Gewerben, In 4 Gruppen übertrifft der Anteil der G. m. b. H. den
der Aktiengesellschaften. Bemerkt sei noch, daß der Anteil der bergrechtlichen
 Gewerkschaften, die in Tabelle II nicht mit aufgeführt sind,
an der Personenzahl der Gewerbegruppe III (Montanindustrie) 27.3 Proz,
betrug.
Es wäre nun sehr interessant gewesen, diese Berechnung des Anteils
 der wichtigeren Unternehmungsformen auch auf die bedeutenderen
„Gewerbeklassen“ und eventuell auch „Gewerbearten“ auszudehnen.
So wäre es erwünscht, getrennt für Steinkohlenbergbau, Braunkohlenbergbau,
 Kalibergbau und Erzbergbau ermitteln zu können, welchen
Anteil daran die Aktiengesellschaften, welchen die Gewerkschaften
haben. Weiter wäre es von Interesse, zu erfahren, welchen Anteil
Aktiengesellschaften und Gesellschaften m. b. H. haben, z. B. speziell
in der Großeisen- und Stahlindustrie, in den einzelnen Arten der elektrotechnischen
 und der chemischen Industrie, im Geld- und Kredithandel
ausw. usw. Leider läßt uns die amtliche Veröffentlichung in dieser Hinsicht
 völlig im Stich. Während die Statistik von 1895 die einzelnen
Unternehmungsformen wenigstens für die Gewerbeklassen angibt!), beschränkt
 sich die Veröffentlichung für 1907 ganz auf die Gewerbegruppen.
 Das ist außerordentlich bedauerlich. Sollte es ohne zu hohe
Kosten und Mühen noch möglich sein, so wäre es sehr erwünscht,
wenn das Statistische Amt in der noch ausstehenden
zusammenfassenden Darstellung der Ergebnisse die
Zahlen der wichtigeren Unternehmungsformen für die
einzelnen „Gewerbearten“ veröffentlichte.
Während also Zahlen für die Gewerbeklassen und -arten nicht
vorliegen, gibt die Statistik diesmal innerhalb der Gewerbegruppen für
die einzelnen Unternehmungsformen eine Gliederung nach Größenklassen.

l) Bd. 113, Tabelle 16.