mit bes. Rücksicht auf die Stadtwirtschaft des deutschen Mittelalters. 145 seitiger Abstraktion von den Zuständen einiger weniger Völker beruhen. Übrigens ist man heute eifrig am Werk, das Beobachtungsmaterial zu vermehren und die Fälle in ihrer besonderen Gestalt zu betrachten. Jm Zusammenhang mit dem allgemeinen Ausbau der Ethnologie wird namentlich auch ihr wirtschaftskundlicher Zweig ausgebaut. Trost; des erfreulichen Aufschwungs, den diese Studien genommen haben!), und trotz der Gründlichkeit, mit der die Stufentheorie „Jäger, Hirten, Ackerbauer“ kritisiert worden ist, scheint uns indessen auch in ganz neuen Stufentheorien noch immer zu viel von ihr bewahrt zu werden. Doch es ist nicht unsere Absicht, die Stufentheorien über die Frühzeit der Völker und die Anfänge der Kultur ausführlicher zu schildern und zu zergliedern. Unser Thema sJoll vielmehr die Prüfung derjenigen Theorien sein, die die gesamte Entwicklung der Völker zusammenfassend schildern wollen. Wir beginnen bei der Prüfung dieses Teils der Theorien über die wirtschaftliche Entwicklung der Völker mit dem Hinweis auf einen Aufsatz Bruno Hildebrands. Im Jahre 1864 hat er im 2. Bande (S. 1 ff.) der von ihm begründeten Jahr-1) Über diesen Studienkreis und die aufgestellten Stufentheorien vgl. P. Wilh. Koppers, Die ethnologische Wirtschaftsforschung, S. A. aus der Zeitschr. Anthropos XKüRI] (1915216). und S. 971 ff. (Wien 1917) S. 611 ff.; ders., Die Wirtschaftsstufen der Menschheit, SB. der Mitteil. d. Anthrop. Ges. in Wien 1918, S. 63 ff. Um eines Hauptstreitpunkts, der von K. Bücher behaupteten „Stufe der individuellen Nahrungssuche“, eines vorwirtschaftlichen Stadiums, zu gedenken, so sprechen sich gegen sie u. a. L. Wodon, Sur quelques erreurs de méthode dans l’étude de l’homme Pprimitik (1906), F. Somlo, Der wirtschaftliche Urzustand, Monatsschr. f. Soziologie Bd. I, (1909), S. 147 ff., Koppers a. a. O. („nur der Mensch kennt eine Virtschaft, und er kennt sie immer“) aus. Gegen Wodon wendet sich K. Bücher, Entstehung der Volkswirtschaft, 10. Aufl. S. 38; gegen Bücher, für Wodon: Koppers, Die ethnologische. Wirtschaftsforschung S. 1030 ff. Wichtige Fragen erörtert Vierkandt i. d. Zeitschr. f: Sozialwissenschaft 1913, S. 214 ff. in einer Anzeige von Weule, Die Urgesellschaft und ihre Lebensfürsorge (z. B. ob, wie Bücher meint, das Spiel älter ist als die Arbeit; neben Arbeit und „Spiel“ sei ein drittes zs anzunehmen. Betätigung der Instinkte und angeborenen nlagen). v. Belo w, Wirtschaflsgeschichte 2. AUsl. 100