4; VII. Die Entstehung des modernen Kapitalismus. hiermit noch nicht über ihren Wert schlechthin urteilen; wir nehmen ohnehin das Gute, wo wir es finden. Wir schäßen vom Standpunkt der rückschauenden Betrachtung des Histori- kers die Aufschlüsse und Anregungen, die wir Schmoller ver- danken, nicht gering. Aber gegenüber der Geringschätzung, die Schmoller und Sombart den „Historikern“ wiederholt gewidmet haben!), ist es doch notwendig daran zu erinnern, daß nur der mühsame Weg der historischen Methode zum schließlichen sichern Ziel führt. . Wobei wir nicht unterlassen hervorzuheben, daß die Arbeit der Historiker auch bei Nationalökonomen Anerken- nung findet. Vgl. Max Weber, Archiv f. Sozialwissenschaft 20,. S. 20 A.: „Der erste und lange Zeit einzige, der eine ein- gehende sachlich e Auseinanderseßung mit gewissen historischen ThesenSombarts unternommenhat, warein Historiker (v. Below." Die Vernachlässigung der in der Geschichtsforschung bewährten Grundsätze rächt. sich, wie man eben an Sombart sieht. Nach Schmollers Vorbild „machte er sich ein Bild aus der Gesamt- heit der Nachrichten“, einschließlich der Augsburger Genealogien schmiede, und verschmähte es, „die ganz sicheren Urkundenreste zu untersuchen.".. Bleiben wir bei dem Vorbild, das uns Niebuhr und Ranke gegeben, und schöpfen wir nur „aus den lautersten Quellen“ mit „sorgsältiger kritischer Forschung." U . Anhang (Sombarts Auffassung in der 2. Auflage seines . „Kapitalismus“ ). . Nach der Veröffentlichung seines Werks hat Sombart wohl gerade im Hinblick auf die zahlreichen kritischen Stimmen, die ihm entgegengetreten sind, das Bedürfnis empfunden, den Ursachen Für..die Entstehung des Kapitalismus weiter nachzu- gehen. Er ist mit mehreren Darstellungen hervorgetreten, die Anm. 2. Am ehesten könnte Schmollers Buch „Zur Gesch. der deutschen Kleingewerbe im 19. Jahrh.“ (1870) als strengere Unter- suchung gelten. *) Vgl. oben S. 190 Anm. l: IE