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        <title>Probleme der Wirtschaftsgeschichte</title>
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            <forname>Georg von</forname>
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      <div>338 VI. Großhändler und Kleinhändler im deutschen Mittelalter.
schneider wohl regelmäßig nachsteht, nicht selten eine einflußreiche
 Stellung ein!). Ganz unerhört ist es indessen im Mittelalter,
 daß, wie Nitsch behauptet, der Ausdruck Kaufmann den
Großhändler im Gegensaß zum Gewandschneider und Krämer
bezeichne.
Am Ende des Mittelalters beginnen andere Verhältnisse
hervorzutreten. Seit dem 14. Jahrhundert sind die Gewandschneider
 in den großen Städten nicht mehr die vornehmsten
Leute im Handel und spielen auch im Patriziat nicht mehr
die alte Rolle?). Jett beginnt sich eine andere Organisation
der Kaufmannschaft auszubilden. Indessen ändern sich die Zustände
 nicht mit einem Schlag.
§ 4. Die Kauffahrergilden.
Von der Betrachtung, der der letßte Abschnitt gewidmet
war, haben wir die in einer Anzahl von Hansestädten vorkommenden
 Kauffahrergilden ausgeschieden. Wir holen über sie
jetzt Einiges nach.
Eine übersichtliche Schilderung der deutschen Kauffahrergilden
 gibt Stieda in den Hanjsischen Geschichtsblättern 189091,
S. 113 ff. Seine Mitteilungen werden vervollständigt durch
ein Referat Höhlbaum'’s über den von Ilgen herausgegebenen
14. Band der Chroniken der deutschen Städte in der Deutschen
Literaturzeitung, 1897, Sp. 1140 ff. und namentlich durch
Siewert, ,„Geschichte und Urkunden der Rigafahrer in Lübeck
eingeteilt war, die Bruderschaft der Kramer zu den Handwerkern
gerechnet. Gemeiner, Regensburgische Chronik, Bd. 1, S. 564,
Anm. 1. Über Wien s. vorhin S. 3314 Anm.1.
1) In Leipzig betrachtete sich die Krämerinnung bis ca. 1681,
d. h. bis zu der Organisierung der „Handelsleute und Kaufleute außer
der Kramerinnung“ als die legale Vertreterin der Interessen der gan-'
 gtrU t; kw L-st Lehe rer seuger zcten
(S. 187), U crougs von den Kreisen, die sich nachher jene Organisation
 gaben, also im wesentlichen Großhändlern (S. 186).
) H. Z. 116, S. 309. Lau a. a. O. L. v. Winterfeld, Reichsleute
in Dortmund S. 41.</div>
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