„n i < t um ein Ent we d er –~ Oder, sondern um ein M e hr –~ Weniger zwischen dem extremem ökonomischem Sozialismus und dem ökonomischem Individualismus der neueren Nationalökonomie.“ Der Individualismus übersehe, daß aus dem frei gehen lassen bei Anerkennung der vollen persönlichen Freiheit der sich selbst überlassenen Massen und bei der Statuierung vollsten Privateigentums eine Tenden 3 steig end er Ungleichheit d es Einkommens un d Vermögens hervorgehe (8 1094—0e). Er nennt die Lehre Frédéric Bastiats von der natürlichen In- teresssenharmonie eine IZlusion (Vorbem. zu § 116 u. f. und zu § 126 u. f.). Die von der damals tonangebenden Freihandelschule (Prince-Smith, J. Faucher, O. Michaelis u. a.) vertretene Wirtschaftpolitik des laissez kaire et passer, le monde va de Ini-même ist von Wagner mit Erfolg bekämpft worden. Er hat an ihre Stelle das Gesetz der wachs enden Au s dehnung der „Öf f en t l i h en“ bezw. der Sta atstätigkeit b ei forts<hreitenden Kul- tur v ölk ern gesetzt (88 164 und 171): Die Wahrung der Interessen der künftigen Geschlechter (§ 185). Die soziale Frage schlage mächtig an die Pforten des Staats der modernen Erwerbgesellschaft (Vorbem. ê. § 191 u. f.). Durch bloße Entfessselung des freien Spiels der wirt- schaftlichen Kräfte zerfalle die Gesellschaft in ihre Atome (§8 218). Die notwendige Konsequenz der rücksichtslo- sesten Durchführung der Lehre von der freien Konkur- renz sei: „nicht Giner für Alle und Alle für Einen,“ wie es der Grund- saß in gesunden sozialen Organismen ist, sondern umgekehrt, „Keiner für Alle und Jeder für sich wird die Parole.“ (§ 221.) Es sei eine gefährliche JUusion, aus der formalen Rechtsgleichheit eine reale Gleichheit der Kampfbedin- gungen abzuleiten (§ 222). 91