beiten kann der offene Brief angesehen werden, den er im Jahr 1891 an Papst L e o XUI. gerichtet hat, und der unter dem Titel: „Die Erlösung aus sozialer Not“ (The Condition of Labour) von Bernhard Eulenstein ins deut- sche übertragen worden ist. Das Buch enthält die Ant- wort, die Henry George auf das an die christliche Welt gerichtete Rundschreiben des Papstes vom 17. Mai 1891 über die Arb e it er frage gegeben hat. Der Papst hatte in diesem bedeutungvollem Rund- schreiben einen besonderen Abschnitt der Bodenfrage ge- widmet. Es hieß darin: Daß Gott der Herr die Erde der ganzen Menschheit zur Nutznießung übergeben habe, stehe nicht dem Sonderbesitz entgegen. Wie immer unter die einzelnen verteilt, höre der Erdboden nicht auf, der Gesamtheit zu dienen.x) Henry George hat dem Papst in schönen Worten seine Ansichten in der Bodenfrage un- terbreitet. Er sagte, daß die göttliche Moral immer dort ein sicherer Wegweiser bleibe, wo der Geist noch zweifeln oder irregehen würde. Die Bodenreformer wollten allen Menschen die gleiche Möglichkeit zur Verwendung ihrer Arbeitkraft bieten. Darin erkennen sie eine überein- stimmung des menschlichen Gesetzes mit den göttlichen Geboten der Moral, und darum sei ihre Ansicht die ein- zige, die mit einem festem und wahrhaft frommem Glau- ben an Gott übereinstimme (S. 58). Unter denen, die an die Wahrheit der Bodenreformer mit frommer Inbrunst glaubten, seien eine große Anzahl katholischer Priester und einige Bischöfe (S. 99). Mit dem Ausrufe der Kreuz- fahrer: „Gott will es“ schloß er seinen Brief, den der hohe und gelehrte Empfänger gewiß gern entgegenge- nommen hat. Die Vorzüge aller dieser Schriften liegen in der schon an seinem erstem Werk gerühmten durchsichtigen Dar- stellung volkswirtschaftlicher Probleme, die es auch den TH bberetung von Eul enstein. Berlin 1893. Anhang S. 4. 58