Zweiganstalten des Krüppelheims in Bigge ein Heim für schul- entlassene Mädchen in Lipperode bei Lippstadt, ein Haus für schul- pflichtige Mädchen und ein Heim für schulentlasssene Jungen in Maria- Veen bei Coesfeld. Die vorhin schon genannte Anstalt Volmarstein hat noch in letter Zeit ein Haus für schulentlassene Mädchen in Vol- marstein errichtet und ein Heim zur Aufnahme von siechen Krüppeln in Berchum bei Hagen eröffnet. Ferner hat die auf allen Gebieten der sozialen Fürsorge tätige Bodelschwing’sche Anstalt in Bethel ein Krüppelheim für schulpflichtige Kinder und schulentlassene Jungen in Bethel bei Bielefeld geschaffen. Die Gesamtzahl der Plätze der vorhin genannten Krüppelheime beläuft sich auf ungefähr 800. Dazu sei be- merkt, daß zurzeit bei einigen der Anstalten noch Erweiterungsbauten in Angriff genommen sind :. Wie schon vorhin kurz erwähnt, dienen die Krüppelheime einmal der Pflege solcher Krüppel, die wegen ihres schweren Leidens dauernd der Anstaltspflege bedürfen. Aber selbst diese schwer getroffenen Menschen werden, soweit es ihr Zustand zuiäßt, in den Krüppel- heimen mit leichten Arbeiten beschäftigt, damit auch sie einen Lebens- inhalt haben, der ihnen ihr schweres Los in etwa erleichtert. Das Hauptziel der Krüppelfürsorge in den Krüppelheimen ist jedoch neben der klinischen Behandlung die Erziehung und Ausbildung der Krüppel in einem Berufe. So sind denn in den Krüppelheimen die verschie- densten Ausbildungsmöglichkeiten, insbesondere alle Handwerke, die sich für Krüppel eignen, vertreten. Bei Abschluß der Ausbildungszeit haben die Pfleglinge ebenso wie ihre mit gesunden Gliedern ver- sehenen Kameraden ihre Gesellenprüfung abzulegen, und der im all- gemeinen gute Ausfall der Gesellenprüfung beweist, daß die Krüppel mit besonderem Eifer und Ernst sich ihres Berufes annehmen. Während die Krüppelheime in erster Linie sich die Pflege, Er- siehung und Ausbildung der Krüppel zur Aufgabe gemacht haben, wollen die chirurgisch-orthopädischen Anstalten aussschließlich als Heil- stätten dienen. Ihr Zweck ist es daher, die Krüppelleiden zu verhüten oder zu beseitigen, damit nicht ein dauerndes Krüppeltum entsteht. Ich möchte an dieser Stelle nicht die zahlreichen, besonders nach In- krafttreten des Gesetzes entstandenen und vergrößerten orthopädischen Heilstätten nennen. Die Gesamtbettenzahl, die in diesen Kliniken für die Zwecke der Krüppelfürsorge der Provinz zur Verfügung steht, be- trägt heute schon annähernd 700. Besonders erwähnt sei an dieser Stelle, daß gerade in den letzten Jahren ein Krüppelleiden, veranlaßt durch die jahrelange Unter- ernährung der Eltern und Kinder, eine besondere Ausbreitung ge- cCoIlDlsC "nd <irurgisch-orthoptd;schet IZ