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        <title>Die deutsche Wirtschaft</title>
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      <div>442 Walther Basson: 
braucher die Situation ausnutzen, d. h, als Vermittler des Absatzes oft 
dem Erzeuger die Preise bestimmen konnte, Durch das Dazwischen- 
treten des Kartells verschiebt sich die Preisgestaltung von der Einfluß- 
sphäre des Handels in die der Industrie, wobei die „Konditionen“ sehr 
häufig nicht gerade zu des Großhändlers Nutzen reichen, sobald näm- 
lich der Händler gezwungen ist, auch das Risiko sinkender Preise zu 
tragen. Der Großhandel wird auch von starken Kartellen sehr häufig 
deshalb nicht ausgeschaltet, weil man den Handel oft als wertvolle 
Absatzorganisation ansieht, die sich besonders zur Ausspielung gegen- 
über Außenseitern eignet. Doch wird dem Handel auch nicht mehr 
der ganze Absatz übertragen, da die bedeutenden Lieferungen an Groß- 
betriebe zumeist vom Kartell direkt besorgt werden, während dem 
Handel die Abwicklung der kleineren Lieferungen mit den weniger 
erstklassigen Abnehmern überlassen wird. 
Großhandel und Produzent, 
Wenn auch zahlreiche Vertreter des freien Handels, der durch die 
wirtschaftliche Situation nicht gezwungen ist, eine Anlehnung oder 
Freundschaft mit den Produzentenkartellen zu suchen, gegen die Ab- 
hängigkeit des Handels von Industrieverbänden polemisieren, so ist 
doch nicht zu vergessen, daß Produzenten und Großhändler zwei von- 
einander abhängige Wirtschaftskreise sind, deren wirtschaftliche 
Struktur allerdings voneinander erheblich abweicht. Häufig hat der 
Großhandel alle von einer organisierten Produktion ausgehenden Vor- 
stöße in erster Linie in vollem Umfange auszuhalten, damit sozusagen 
als Wellenbrecher gegenüber den Abnehmern zu fungieren, Um die 
Sicherheit und Rentabilität der Großhandelsunternehmen zu heben, 
muß der Handel naturgemäß den größten Wert auf gesicherte, für beide 
Teile ersprießliche Beziehungen zu seinen Lieferanten legen, Eine gut 
arbeitende Industrie ist eine wesentliche Voraus- 
setzung für die gedeihliche Entwicklung des betreffenden 
Handelszweiges, da die Absatzmöglichkeit eines Produktes 
wesentlich von seiner Güte und Preiswürdigkeit abhängt. Die 
zwischen Industrie und Handel allmählich sich bildenden Betriebs- 
und Verkehrsformen sind verschiedener Art. Es gibt sowohl vertikale 
als auch horizontale Kombinationen. Die vertikale Kombination 
wird durch die Angliederung von Händlerfirmen oder Errichtung 
eigener Verkaufsstellen, Kartellkontore, Ein- und Verkaufskontore, 
durch den Werkshandel als letztes Glied gebildet. Bei der hori- 
zontalen Kombination kann man verschiedene Formen unterscheiden: 
die lose Branchenorganisation (allgemeine Wirtschafts- 
verbände) und den Zusammenschluß selbständiger Handelsunternehmer</div>
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