die Art der Arbeit (Ermüdungseinwirkung), die physische und Psychische Veranlagung des Arbeiters (Eignung), aber auch Vor- AuSsetzungen allgemeiner Natur: Ernährungszustand, Arbeitsdauer, Betriebshygiene und anderes mehr. Auf die materiellen Elemente der Arbeit bezogen, ist das „Tempo der Produktion“ im besonderen von der Qualität des Rohmaterials, von dem Zustande der Appara- turen und Werkzeuge, von der Organisation des Betriebes und ver- Schiedenem sonstigen abhängig. Dazu kommt, dass die Art der Produktion, als allgemeine materielle Voraussetzung des „Tempos“, wie Grad der Einheitlichkeit der Erzeugnisse, Produktionsmenge und manches andere mehr, ebenfalls das „Tempo“ mitbestimmt. Aber auch bei Anerkennung der Mitbestimmung des „Tempos der Produktion“ durch die erwähnten Elemente und bei deren Abstrich wird die Intensität der Arbeit, zumal in Deutschland, zumeist nur in der Quantität, gewissermassen in der Fläche, aber nicht in ihrer Tiefe, in ihrer Qualität, gesehen. a) Untersuchung über die Quantitätsleistung. Die Ertragshöhe der Arbeit (Resultat in Stück, Quadratmeter, Gewicht usw. bei gegebener Arbeitszeit) wird dem Arbeiter als Resultat des Tempos (seiner „Fixigkeit“, der „Schnelligkeit“ seiner Maschine) hingestellt. Die übliche Schlussfolgerung für eine mögliche Steigerung der Leistung in der Warenproduktion ist bei dieser, sagen wir Quantitätsmeinung sehr einfacher Natur: Der Arbeiter möge bei der Arbeit weniger bummeln, oder: Die Arbeitszeit sollte länger ausgedehnt werden; oder: Es muss das mögliche Maximum erreicht werden. Viele Quantitätstheoretiker schlagen alles dies zugleich vor. Die Vervielfachung des Leistungseffektes wird von diesen „Quantitisten‘“ dann als einfache Häufung („viele“ Maurer auf Sinem Bau, „viele“ Erdarbeiter bei einer Ausschachtung) gesehen. Ebenso glaubt man, dass die Steigerung des Effektes durch Tascheren Lauf der Maschine ohne weiteres erreichbar sei. Es Muss in jener Gedankenreihe konsequent erscheinen — so unlogisch es auch ist — den Einbau des „fliessenden Bandes“ (den Konveyor) als Ideallösung aller Quantitätsprobleme zu betrachten. Die „laufende“ Fabrikation gibt sich bei der Beobachtung durch den Quantitätsanbeter nicht nur als automatisch reguliertes Tempo der Produktion, Sondern auch als Ausschaltung des Arbeiterwillens, des Dsychischen Elements der Arbeit. Wissenschaftlich glorifiziert nennt sich das Quantitätsprinzip in Deutschland gern »Taylorismus“. 31