in irgendeiner Industrie die Aufträge nachlassey „bel umt uesWe "gen mit dem Zwang des Überflu SeS“ ein eigenarti | ampf um den Markt. 5 pihliothek & In den Warenhäusern wandern die schf er Be zZ bliebenen Waren, im Preise erheblich herab S izt, in das bi Kellergeschoss. Finden sie dort nicht bald ihre äüfer, müss nAie bei weiterem Preisabschlag mitunter noch ein Geschess weiterfach unten. Grundsatz ist auf jeden Fall, möglichst keine „Lädenhüter“ zu behalten. Ladenhüter sind gefährlich, sie sind gefrorenes Kapital, das aus dem raschen Umschlag des Kapitals ausgeschaltet ist. Bei der kurzlebigen, das ganze Volk einheitlich beherrschenden Mode sind viele Waren nach einer beinahe im voraus zu bestimmenden Zeit völlig unverkäuflich, das in ihnen investierte Kapital ist verloren. Sobald die Fabrikanten ein Nachlassen der Bestellungen beob- achten, setzt die Reklame, die Preisnachlässe ankündigt, mit aller Macht ein. Wir erlebten die Preisnachlasskampagne, die im dritten Viertel- jahr 1925 von den amerikanischen Automobilfabriken durchgeführt worden ist. Das ganze Jahr 1924 war für die Automobilindustrie nur ein mittleres Absatzjahr gewesen, 1925 hatte sich noch schleppender angelassen, war aber dann besser geworden, um im August rapid zur erneuten Verschlechterung zu neigen; im August 1923 waren 319 000 Personenautomobile verkauft worden, 1924 deren 255 000, 1925 dagegen nur 222 000 Stück. Angesichts dieser bedenklich stimmenden Tatsache nahm man zuerst an, dass sich der Augenblick ankündige, da die Vereinigten Staaten mit Automobilen im wesentlichen „gesättigt‘“ seien. Man versuchte es aber noch einmal — aus dem Zwang des Produktions- überflusses heraus — mit Preisherabsetzungen, die für manchen Betrieb mörderisch erschienen. Man ging mit den Automobilpreisen um 10 und dann sogar um 20 und 25 Prozent herab. Die Zeitungen, deren Inseratenspalten den grössten Teil der Reklame leisten, füllten sich mit den Annoncen der Automobil- fabriken, die sämtlich ankündigten, dass sie trotz der Verbesserung ihrer Produkte die Preise abgebaut hätten. Das führte über Er- warten Schnell zu einer neuerlichen Hochkonjunktur in der ameri- kanischen Automobilindustrie, die bis jetzt angehalten hat. Es ist aber nicht nur die Gewinnung einer neuen Käuferschicht, die die Konjunktur in der Automobilindustrie neu angekurbelt hat. Nach uns übereinstimmend gemachten Angaben waren es nicht nur diejenigen, die bisher noch kein Auto besessen hatten, die durch den herabgesetzten Preis zum Kauf gereizt wurden, sondern es kauften 67