— AD — EM, Lg: Sa Wir werden zuerst den ersten Teil der Formel, den Ausdruck für den Gewinn (g), betrachten. Während in der Kinetik das Einkommen sich bestimmt als Summe der Gewinne, die während der Einkommensperiode an den sämtlichen verkauften Produkten gemacht werden (Realgrund), bestimmt sich umgekehrt in der Statik der (für alle Produkte des gleichen Produzenten gleiche) Gewinn am einzelnen‘ Stück durch das tendenziell gleiche Einkommen aller Produzenten (Er- kenntnisgrund). Um nun den zweiten Teil der Formel zu betrachten, so sind zu diesem in der Statik immer gleichen Gewinne die ebenfalls immer gleichen Selbstkosten zu addieren, das heißt die Kosten, die der Produzent aufwenden muß, um andere Produkte anderer Produzenten zum Zwecke seiner eigenen Produktion zu erwerben. Auch diese Produkte stehen selbstverständlich auf dem soeben in allgemeiner Formel entwickelten statischen Preise, das heißt: sind bestimmt als die Gewinne ihrer Produzenten zuzüglich des Zu- schlages für deren Selbstkosten. Es könnte scheinen, als trieben wir hier in einen regressus infinitus hinein, weil immer wieder Selbstkosten in der Formel erscheinen. Das ist aber nicht der Fall: denn man kommt fortschreitend überall auf Produkte solcher Produzenten, deren Selbstkosten gleich Null sind, weil sie an freien Naturgütern arbeiten oder „freie Arbeiter“ sind. Wir haben somit genau so viele Gleichungen wie Unbekannte und können die Größe s in jedem Falle bestimmen. Man kann das auch so aus- drücken: alle Preise lösen sich auf in die Gewinne der sämtlichen beteiligten Produzenten. Diese Elimination von s läßt sich noch auf eine andere Weise vornehmen, die vorzuziehen ist, weil wir bei der ersten Methode in einzelnen seltenen Fällen zeitlich bis in eine Periode zurückgehen müßten, die ganz andere Geldpreise als die heutigen, oder gar überhaupt noch keine Geldpreise hatte. Dieser Schönheits- fehler haftet der jetzt darzustellenden Methode nicht an. Orientieren wir uns zunächst an einem Beispiel. Hier ist ein Gut, dessen statischer Preis 90.— M. ist. Der sechste Teil (15.— M.) sei Gewinn, 5/6 = 75.— M. sind Selbstkosten des Produ- zenten. Dafür hat er, so nehmen wir an, von fünf anderen Produ- &