genauen Verhältnis zu dem von ihnen in ihrem Betriebe angelegten Kapitale steht *). Dieser Surplusgewinn ist das Problem des Kapitalprofits. So hat es, wie wir sahen, Karl Marx gestellt und so müssen auch wir es stellen. 1. Die Theorien. Die meisten bürgerlichen Theoretiker haben sich sehr bemüht, einen Faktor aufzufinden, der es dem Kapitalisten gestattet, einen Aufschlag auf seinen Kostenpreis zu machen. Bald soll das Kapital als Inbegriff produzierter Produktionsmittel eine eigene „Wertproduktivität“ besitzen, bald soll es „Arbeit leisten“ oder „fruchtbar“ sein, bald soll der Faktor „Enthaltsamkeit“, aus dem das Kapital angeblich als Ersparnis aus früheren Produktionsperi- oden entstanden sei, eine eigene Vergütung beanspruchen dürfen, bald soll die „Nutzung“ des Kapitals neben seinem Verbrauch, oder die „Kapitaldisposition“ einen eigenen, vergütungsberechtigten „Produktionsfaktor“ darstellen. Böhm-Bawerk hat sich in seiner klassischen „Geschichte der Kapitalzinstheorien“ mit dem ganzen Aufwande seiner überragenden kritischen Kunst darum bemüht, alle diese Theoreme durch den immanenten Gegenbeweis als falsch darzutun. Das ist ihm denn auch im wesentlichen gelungen. Aber er hätte sich die große Mühe sparen dürfen. Denn alle diese Ver- suche der Lösung und alle ähnlicher Art, die einige dieser Er- klärungen eklektisch zusammenfassen, wie sie im unendlichen Spiel der „Kombination und Permutation“ immer neu auftauchen, sind längst durch eine wenig bekannte Auslassung von Marx voll- kommen erledigt: „Gesetzt nun, es sei durch irgendein unerklärliches Privilegium dem Verkäufer gegeben, die Ware über ihrem Werte zu verkaufen, zu 110, wenn sie ı00 wert ist, also mit einem nominellen Preis- aufschlage von 10%. Der Verkäufer kassiert also einen Mehrwert von ıo ein. Aber nachdem er Verkäufer war, wird er Käufer. 1) Wir sehen hier davon ab, daß es geradeso verschiedene Stufen des Profits wie des Lohnes gibt. Solche Anlagen, die von der Gesellschaft als sicherer, ehrenvoller, reicher an Zukunftschancen usw. „qualifiziert“ sind (mögen sie es „Objektiv“ sein oder nicht), werfen selbstverständlich geringeren Profit ab, als solche, die als weniger sicher, ehrenvoll usw. qualifiziert sind. Denn selbstverständlich ist dort die Konkurrenz größer, und daher das statische Angebot im Verhältnis zur statischen Nachfrage größer, und der Preis, und somit die Gewinne am Preise, und das sich aus ihnen zusammensetzende Besitzeinkommen, der Profit, geringer. Auch das gehört zu den gegebenen „Daten“ unseres Problems. 28