17 Konkurrenzpreises des von ihnen zur Erzeugung beigesteuerten Dienstes ist. Das ist aber nicht der Fall, und zwar infolge der sogenannten „Ausgleichung der Profitrate“. Die Konkurrenz führt (mit der oben erwähnten Einschränkung) notwendigerweise dahin, daß jeder Kapitalist einen der Größe. seines--Kapitals_genau ent- sprechenden Surplusgewinn aus Profit macht. Ein Kapitalist, der z. B. 10000000 M. in seinem Betriebe investiert hat, erwirbt hundert- mal mehr an Profit als ein solcher, der nur 100000 M. investiert hat. Und zwei Kapitalisten, die gleichmäßig je 100000 M. investiert haben, verdienen in der Statik genau die gleiche Profitmenge: eher kann die Konkurrenz nicht zur Ruhe kommen! Nun mag aber der eine dieser beiden Kapitalisten, deren Kapital gleich groß ist, der Natur seines Betriebes nach 100, der andere nur 20 Arbeiter (und Angestellte) zu beschäftigen nötig haben. Nimm an, diese beiden Unternehmungen stellten die ganze Gesellschaft dar (es handelt sich hier nicht um eine Deduktion, sondern ganz simpel nur um eine Illustration), und der Mehrwert betrage zusammen für beide Unternehmungen 24000 M., so würde das bedeuten, daß pro Kopf des Arbeiters 200 M. Monopoltribut abgetreten werden. Bliebe dieser Tribut jedem Fabrikanten für sich, so hätte der eine 20000 M., der andere nur 4000 :M. Profit- einkommen. Das ist in der Statik unmöglich. Die Konkurrenz befindet sich erst dann in ihrem Ruhezustande, wenn der erste wie der zweite ihre Produkte zu einem Preise verkaufen, der jedem genau 12000 M. an Profit übrig läßt. Der erste muß also seine Waren billiger verkaufen, als ihrem Gehalt an Arbeitsmenge, bzw. Arbeitszeit (7°) entspricht, der zweite teuerer. Dieser Umstand hat, wie gesagt, den Vertretern der älteren objektivistischen Lehre die größten Schwierigkeiten bereitet. Rodbertus hat gar keinen Versuch gemacht, das Problem zu lösen; Ricardo hat sich in den sechs Unterabschnitten seines ersten Kapitels vom Werte schwer damit herumgeschlagen, und wir wissen aus seinem Briefwechsel, daß er weit entfernt davon war, mit der von ihm erreichten Lösung zufrieden zu sein. Marx hat das Problem völlig klar gestellt und dahin entschieden, daß kapitalistisch hergestellte Waren nicht zu ihrem „Werte“, sondern zu dem soeben von uns bestimmten „Produktionspreise“ in der Statik verkauft werden. Diese geringe Abweichung war von dem Standpunkte aus, von dem er sein Problem gestellt hatte, ohne viel Bedeutung: woran ihm lag, war, entsprechend seiner überall, soziologisch, vom Ganzen der Gesellschaft ausgehenden An-