. 4- —- lich eine Stunde usw. einer „gesellschaftlich nützlichen“ und gleich- zeitig „gesellschaftlich notwendigen“ oder „gesellschaftlich durch- schnittlichen“ Arbeit. Nicht die Zeiteinheit als solche ist sein Wertmaßstab (was ganz unsinnig wäre); aber auch nicht die auf beliebige mensch- liche Arbeit verwandte Zeiteinheit. Er weiß, das menschliche Arbeit nur Wert bildet, wenn sie für die Befriedigung eines ge- sellschaftlichen Bedürfnisses erforderlich, d. h. „gesellschaftlich nützlich“!) ist: die Arbeit eines Bergsteigers kann noch so viele Meterkilogramm leisten, sie schafft keinen Wert. Ja, selbst solche Arbeit, die beabsichtigt, gesellschaftlich nützliche Produkte herzu- stellen, kann wertlos sein, wenn sie „überflüssig verausgabte Ar- beitszeit“2) darstellt, weil entweder das vermutete gesellschaftliche Bedürfnis in Wirklichkeit nicht vorhanden war, oder zwar vor- handen war, aber von anderen Produzenten bereits befriedigt wurde. Das Wertmaß ist also ein Wert: wertschaffende, oder vielmehr: ihren eigenen Wert übertragende Arbeitszeit. Aber damit ist, wie Marx sehr wohl erkennt, das Wertmaß nur qualitativ, aber noch nicht quantitativ bestimmt, und das ist die Hauptsache. Wir brauchen zum Zweck des Messens überall eine quantitativ genau bestimmte Einheit des qualitativ geeigneten, weil „gleichdimensionalen“ Maßobjektes. Diese Einheit versucht Marx zu gewinnen, indem er eine Arbeit von ganz bestimmtem eigenen Wert und daher ganz bestimmter Wert bildender Kraft herausgreift, nämlich die „gesellschaftlich durchschnittliche“ oder „gesellschaftlich notwendige“ Arbeit. Und das ist die Arbeit, die sich charakterisiert als Verausgabung einer „durchschnittlichen“ und, nach dem Stande der jeweiligen Technik, „durchschnittlich“, „notwendig“, mit Produktionsmitteln bewaffneten „Arbeitskraft‘ für gesellschaftlich notwendige Zwecke. Und diese Arbeitskraft hat, wie man weiß, nach Marx selbst Wert, und zwar, wie er annimmt, den durch ihre Produktionskostenarbeit bestimmten Wert. Wenn Marx also als von seinem Wertmaß von der „Arbeits- stunde“, dem „Arbeitstage“ usw. spricht, so ist das ein kurzer, aus denkökonomischen Gründen terminologisch gekürzter Ausdruck für einen komplizierten Begriff, nämlich: während einer Stunde usw. verausgabte Arbeitskraft bestimmten Wertes, oder noch klarer: I) „Kapital‘, I, S. 70. 2) „Kapital“, I, S. 71. be