Infolgedessen sind die Ökonomisten gezwungen gewesen, sich dieses Handwerkzeug schlecht und recht (mehr schlecht als recht) selbst zuzubereiten; und aus diesem Grunde ist es üblich geworden, den Lehrbüchern der Ökonomik eine „Grundlegung“ voraus- zuschicken, die diese Dinge enthält. Aus der Entwicklungs- geschichte unserer Wissenschaft ist leicht zu verstehen, daß die Autoren selbst kaum das Bewußtsein davon hatten, hier noch nichts eigentlich Nationalökonomisches zu bringen, sondern sich noch im Gebiet der Psychologie zu bewegen. Diesen Unterbau hat in beiden Teilen Hermann Gossen uns in vollkommener Weise geliefert. Niemand hörte auf ihn, und ich betrachte es als ein unzweifelhaftes Verdienst der Grenznutzen- schule, diese verschütteten Wahrheiten wieder ans Tageslicht ge- bracht und ins Bewußtsein der neueren Fachwissenschaft einge- prägt zu haben. Ich habe die Gossenschen Sätze fast ohne jede Einschränkung akzeptiert; und ich hoffe, die Grenznutzenschule wird mir zugeben können, daß es mir gelungen ist, die Lehren von der „vorwirtschaftlichen Erwägung“ und der Statik der Personal- wirtschaft knapper und klarer darzustellen, als es in einem der bisherigen Lehrbücher geschehen war. Aber ich weigere mich, den Schritt mitzutun, den die Grenz- nutzenschule über Gossen hinaus, oder vielmehr von Gossen fort, getan hat. Sie beruft sich auf ihn als ihren großen Meister, pflegt aber nicht mitzuteilen, daß er in Beziehung auf den Preis strenger Objektivist gewesen ist. Es ist ihm niemals eingefallen, den objektiven statischen Beschaffungspreis der Marktwirtschaft aus seinem subjektiven Verwendungswert der Personalwirtschaft deduzieren zu wollen. Dafür ist die „Schule“ allein verantwortlich, und nur dagegen: nicht gegen die Grenz werttheorie, sondern gegen die Grenzpreistheorie, richten sich meine Angriffe. Die Marktwirtschaft ist ein im Dienste der einzelnen Per- sonalwirtschaften entstandener und ihren Zwecken dienender Mechanismus. Er wird bewegt durch die von den einzelnen Personalwirtschaften auf ihn ausgeübten summierten Kräfte, die sich in Gestalt von Angebot und Nachfrage als bestimmte Mengen von Wertdingen (Gütern und Diensten) darstellen. Das heißt, daß die psychischen Antriebe, die in letzter Linie zugrunde liegen, daß diese Intensitätsgrößen sich in der Marktwirtschaft restlos um- gesetzt haben in Extensitätsgrößen, in Quanten, deren gegen- seitiges Verhältnis mathematischer Behandlung zugänglich ist, wie die Ausführungen des ersten Teils dieser Arbeit jetzt hoffent- 7)