stört unter Bildung eines braunen Bodensatzes. Die Prü- fung auf Verschnitt ist auch hier nicht ohne weiteres aus- führbar, Zinkgrün und Chromgrün sind Mischungen von Zinkgelb bzw. Chromgelb mit Berlinerblau und können mit einfachen Re- aktionen nicht beurteilt werden. Die Besprechung der chemischen Untersuchung kommt deshalb an dieser Stelle vorläufig nicht in Frage, Umbra, Die „echte” (Cyprische) Umbra ist ein Naturprodukt mit hohem Gehalt an Eisen und Manganoxyden, Prüfung auf Teerfarbe ist zweckmäßig. Wird eine kleine Probe mit verdünnter Salzsäure erhitzt, so entwickelt sich Chlor, das an dem stechenden Geruch zu erkennen ist, Ein Zusatz von Kölnischer Umbra zeigt sich bei der Glühprobe durch Verbrennen mit leuchtender Flamme an. Kölnische Umbra (Kölner Erde) ist ein Braunkohlenpulver, Bei der Glühprobe verbrennt die Farbe mit leuchtender Flamme und darf nur wenig Asche (mineralische Bestandteile) hinter- lassen, Rußschwarz ist Lampenruß oder Flammruß und muß beim Er- hitzen im Porzellantiegel vollständig ohne Asche verbrennen. Rebenschwarz verbrennt bei der Glühprobe ebenfalls. und hinter- läßt eine geringe Menge Asche, Beinschwarz ist Knochenkohle und wird selten verschnitten. Bei der Glühprobe hinterläßt die Farbe eine beträchtliche Menge phosphorhaltiger Asche, Eine weitere Untersuchung ist mit einfachen Mitteln nicht ausführbar. Bei der Ausführung aller. chemischen Proben ist zu beachten, daß diese nur mit der ölfreien Farbe ausgeführt werden können. Ist die zu untersuchende Farbe bereits mit Öl angerieben, so muß sie zunächst entölt werden, Diese Operation ist etwas umständlich, und der Maler wird sie nur vornehmen, wenn ihm die ölfreie Farbe nicht zur Verfügung steht. Am zweckmäßigsten entzieht man der angerie- benen Farbe das Öl durch Behandlung mit Äther, Das Entölen mit Terpentinöl und Benzin vorzunehmen, wie schon vorgeschlagen wurde, möchten wir aus verschiedenen Gründen ablehnen. Am besten bringt man eine kleine Probe der angeriebenen Farbe in ein Reagens- glas und gibt einige ccm Äther dazu, schüttelt tüchtig um, wobei sich ein großter Teil des Öls in Äther auflöst, und läßt dann die Farbe absitzen, wobei man wegen der raschen Verdunstung das Reagens- röhrchen mit einem kleinen Korkstopfen verschließt. Nach dem Ab- sitzen der Farbe gießt man die darüber stehende Flüssigkeit in eine 9%