Nach den soeben angeführten Unterteilungen des Strahles ist ein klares Bild gegeben, auf welche Punkte man den Düsenstrahl zu untersuchen hat, um sich für dessen wirtschaftliche Ausnützungen Leistungsdiagramme aufstellen zu können. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß das beigefügte Diagramm sich auf praktische Messungen aufbaut, die also jedermann vornehmen kann. Der Normausschuß der deutschen Industrie wird sich auch mit den Normungsarbeiten der Spritzapparate in nächster Zeit befassen. Letztere werden es ermöglichen, dann von den Herstellerfirmen die mitgelieferten Lei-Stungsdiagramme zur Pistole für die Kalkulation sofort ohne besondere Versuche verwenden zu können. Bis zur Klärung dieser Angelegenheit und der schon jetzt im Betrieb befindlichen Apparate kann man sich auf angegebene Weise schon gut behelfen. Da in einem Betrieb kaum mehr als 3 Düsen zur Anwendung kommen, dürfte nachstehendes Diagramm, Abb. 41, welchem alle logarithmischen Liniennetze oder Winkelfunktion, um für jedermann zugänglich zu sein, ausgeschaltet sind, genügend Übersicht bieten. Da man beim Regulieren des Farbkegels mit den zur Zeit im Betrieb befindlichen Apparaten noch mit großem Druckabfall, denn auf weiter keinem Prinzip beruht diese Regelung, zu rechnen hat, sei vorerst damit noch nicht operiert, sondern nur mit der Normal-DüsenöÖffnungsgeschwindigkeit gerechnet. Die neuerdings im Handel befindlichen Flach-Rundstrahldüsen haben hier zwischen dem plötzlichen Wechsel bei großen und kleinen Arbeitsflächen durch ihre Momentane Umstellung einen guten Ausgleich geschaffen. Mittels dieser Düse, welche sich an jedem alten Apparat anbringen läßt, ist es möglich, mit gleicher Düsenöffnung den Farbstrahl von 40 auf 200—300 mm durch einfaches Drehen der Düsen zu verbreitern, wodurch eine erhebliche Mehrleistung mit gleichem Apparat erzielt wird, Zur Erläuterung des Diagramms sei folgendes bemerkt: Die Strahlen stellen den eigentlichen Streukegel dar, Abb. 41 (s. 5.92) (Düsenbohrungswinkel). Auf der Grundlinie sind die durch Ver-Suche festgestellten Arbeitsentfernungen des Arbeitsstreukegels auf-Setragen, Die rechte Skala ist in Arbeitsgeschwindigkeit v = m/-Min. eingeteilt, die linke in Arbeitsflächenbreite, Angenommen, ich will ein Arbeitsstück von einer Flächenbreite von 21 cm aul 10 cm $Pritzen, so würde ich an Hand meines Diagrammes folgenden Weg einschlagen: ; Siehe linke Seite Arbeitsbreite 21 cm, fahre die Gerade entlang bis zum Schnittpunkt mit irgendeinem Strahl, hier treffe ich z,B. D= 60, also Düse 6 mm, gerade am Arbeitskegel mit einer Arbeits-Seschwindigkeit von 22 m/Min. Diesen Strahl kann ich gut regeln bis auf 130 mm, habe also in diesem Falle mit einer Verluststreuung 01]