daß auch alle Aufträge gut ineinandergreifen, damit keine Über- schneidungen verschiedener Aufträge vorkommen. Es wirkt ohne Zweifel auf die Kundschaft abschreckend, wenn fortgesetzt die Ab- lieferungstermine bzw. Ausführungstermine überschritten werden. Nicht nur der privaten Kundschaft gegenüber ist ein Er- füllen der Lieferungstermine von großer Wichtigkeit, sondern auch gegenüber den Industrie-, Handels- und Bankbetrieben. Man kann ohne Übertreibung behaupten, daß sehr viele Re giebetriebe nicht aus Rentabilitätsgründen errichtet wurden, sondern oft des- halb, weil die Großfirmen mit der Einhaltung der versprochenen Liefertermine zu häufig schlechte Erfahrungen gemacht haben. Zur Erledigung dieser wichtigen Betriebsarbeit eignen sich statistische Aufzeichnungen, aus denen der Betriebsleiter sofort ersehen kann, wie groß der Auftragsbestand ist und ob er einem Kunden gegenüber ein Ablieferungsversprechen mit gutem Gewissen geben und auch einhalten kann, Ein ausgeprägtes Zeitbewußtsein der Gesellen und Hilfsarbeiter wird die Einhaltung der Lieferungstermine wesentlich erleichtern. Die Betriebsverwaltung benötigt, um ein genaues Spiegelbild der ganzen Betriebsgebarung zu haben, ein gut organisiertes Rech- hungswesen (Buchhaltung und Kalkulation). Das Rech- nungswesen ist für den Betriebsleiter nicht nur Kontrolle, son- dern auch ein Mittel, um Betriebsdispositionen richtig treffen zu können. Die dauernden Verschiebungen der außer wirtschaft- lichen Verhältnisse, die eine Veränderung des Beschäf- tigungsgrades nach oben oder nach unten bewirken, sind zu studieren, damit nicht nur die Betriebsführung, sondern auch die Preisstellung diesen Veränderungen angepaßt werden kann. Ebenso ist die Gesamtwirtschaft daraufhin zu beobachten, ob sich irgend- welche Bedarfsveränderungen zeigen oder in absehbarer Zeit auftreten werden, Betriebe müssen sich rasch umstellen können, andernfalls stellen sich nachteilige Wirkungen für die Rentabilität ein. Die für den Malermeister bestehenden Einric htungen wie: Einkaufs- und Lieferungsgenossenschaften, Innungen, Handwerks- kammern nebst betriebswirtschaftlichen Beratungsstellen, Kredit- genossenschaften, Fachzeitschriften, Lehrmittel usw. sind alle in den Dienst der Betriebsführung zu stellen, da durch sie bei richtiger In- anspruchnahme ebenfalls zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit des Einzelbetriebes beigetragen werden kann. Nach diesen allgemeinen grundsätzlichen Erörterungen {folgen nun eine Reihe von Spezialarbeiten, die besonders die Wirkungs- gebiete des Genossenschaftswesens, der Buchhaltung, Kalkulation und einen Teil der Genossenschaftsbetriebsführung behandeln, 148