Schuld mit 1 Prozent, so daß von da ab die volle Jahresleistung der Eisenbahn von 660 Millionen Goldmark läuft. Von der Industrie wird im ersten Jahre nichts, im zweiten Jahre nur die Hälfte der Zinsen auf die Schuld von fünf Milliarden, also 2% Prozent = 125 Millionen Mark beansprucht, Vom dritten Jahre an zahlt die Industrie die vollen Zinsen mit 250 Millionen und vom vierten Jahre an auch die Tilgung mit 1 Prozent, im ganzen 300 Millionen jährlich. Die Verkehrssteuer wird im ersten Jahre der Regierung be- lassen. Im zweiten Jahre fließt sie in Höhe von 250 Millionen, vom dritten Jahre ab in Höhe von 290 Millionen an die Reparations- kasse, Etwaige Ueberschüsse der Verkehrssteuer verbleiben dem Reiche, Um die Lücke auszufüllen, welche hiernach bei dem Aufbau der Reparationszahlungen im ersten Jahre entstehen würde, haben die Sachverständigen die Ausgabe einer Anleihe von 800 Millionen Goldmark vorgeschlagen, Ihr Erlös wurde dazu bestimmt, bereite Mittel für Sachleistungen, Besatzungskosten und sonstige not- wendige Ausgaben des ersten Jahres zu schaffen, Diese große Reparationsanleihe sollte Deutschland vom Ausland gegeben und aus den jährlichen deutschen Reparationsleistungen verzinst und getilgt werden, Die Gläubiger der Anleihe sollten als Sicherheit den ersten Anspruch auf die deutschen Jahreszahlungen, also ein Vorrecht vor allen Forderungen der Alliierten erhalten, Die Anleihe sollte nicht nur den‘ Zwecken der Reparation dienen, sondern zu gleicher Zeit auch der deutschen Währung zu- gute kommen, Ihr Erlös war in Gold oder Devisen in eine neu zu errichtende Goldnotenbank einzuzahlen. Letztere hatte nach An- weisung des Generalagenten für die Reparation der deutschen Regierung die Zahlungen zu erstatten, welche die Regierung für Sachlieferungen und sonstige Zwecke der Reparation einstweilen auslegte, Der gesamte Erlös der Anleihe sollte somit in fremdem Gelde der deutschen Wirtschaft zufließen und die deutsche Währung stärken, Im einzelnen hat das Bild der Uebergangsjahre noch einige Aenderungen erhalten, So wurde die wirkliche Leistung der 207