angaben wegen der starken Schwankungen des Geldwertes, insbesondere bei Ländern mit Währungsentwertung, jeglicher Maßstab für die Beurteilung des effektiven Produktions- bzw. Absatzvolumens verloren ging. II. Spezielle Statistiken. Es wären hier zunächst alle diejenigen Mängel zu erwähnen, die bei allen Industrie- zweigen, nicht nur beim Maschinenbau, internationale Vergleiche erschweren. Hierin gehört es z. B., wenn bei Produktionsstatistiken nur der Wert des Endprodukts, nicht auch der Wert erfaßt wird, den der betreffende Fertigindustriezweig dem verwendeten Material hinzu- gefügt hat; bei Produktions- und Außenhandelsstatistiken wird die internationale Vergleich- barkeit insbesondere dadurch beeinträchtigt, daß sich die Statistiken einiger Länder nicht auf Kalenderjahre, sondern auf Fiskal- oder Wirtschaftsjahre beziehen. Es sei ferner auf die verschiedenartigen und teilweise unzulänglichen Methoden der Wertfeststellung bei den Außenhandelsstatistiken verwiesen, endlich auf das Gebiet der Lohnstatistiken, deren mannig- faltige methodologischen Probleme in den verschiedenen Ländern auch ganz verschiedene Lösungen gefunden haben, so daß ein Vergleich der Löhne von Land zu Land außerordentlich erschwert ist. Auf solche Mängel kann hier jedoch nicht näher eingegangen werden. Es sind vielmehr nur solche Fragen hervorzuheben, die für den Maschinenbau eigentümlich sind. 1. Bei Auftragseingangs-, Produktions-, Versand-, Absatz- und Umsatzstatistiken ist für den Maschinenbau die meist außerordentlich lange Lieferfrist zu berücksichtigen, so daß Auf- tragseingang und Versand zeitlich verhältnismäßig weit auseinanderliegen können. Ferner spielt die Vorratsanfertigung nur in einzelnen Zweigen eine bedeutende Rolle. In anderen kommt sie überhaupt nicht vor. Eine besondere Behandlung erfordert weiterhin das Reparatur- geschäft, um Versand- und Umsatzstatistiken vergleichbar zu machen. 2. Bei Beschäftigtenstatistiken der Moaschinenindustrie wäre es außerordentlich wünschenswert, wenn neben dem zahlenmäßigen Verhältnis von Angestellten (Beamten) und Arbeitern auch das Verhältnis der gelernten, angelernten und ungelernten Arbeiter sowie der Lehrlinge zur Gesamtarbeiterzahl festgestellt würde. Es bedeutet z. B. einen großen Mangel der amtlichen amerikanischen Statistik, daß sie nicht auch den Anteil der ungelernten Hilfs- arbeiter an der Gesamtarbeiterzahl festellt. Als vorbildlich kann in dieser Beziehung die Ver- bandsstatistik des Vereins Deutscher Maschinenbau-Anstalten gelten. 3. Bei den Außenhandelsstatistiken ist noch einmal auf die Notwendigkeit der einheit- lichen Abgrenzung der Maschinenbauerzeugnisse gegenüber verwandten Erzeugnissen und auf die einheitliche Klassifizierung der Maschinen hinzuweisen. Ferner spielt die Kennzeichnung des Veredelungsverkehrs (Reparaturen) für den Ma- schinenbau eine besondere Rolle. Es gibt z. B. ein völlig falsches Bild der Ausfuhrtätigkeit einer Maschinenindustrie, wenn die zur Wiederausfuhr gebrachten reparierten Maschinen mit ihrem vollen Wert bzw. Gewicht in die Außenhandelsnachweisungen einbezogen werden. zo