Für die Vorkriegszeit liegen keinerlei Angaben über den Produktionsumfang der holländi- schen Maschinenindustrie vor. Berücksichtigt man einerseits die durch den Krieg vergrößerte Produktionskapazität dieses Industriezweiges sowie das etwa um % niedrigere Preisniveau der Vorkriegszeit, andererseits die schlechte Wirtschaftslage des Jahres 1924, so kann man den Produktionswert der holländischen Maschinenindustrie für das Jahr 1913 mit etwa 50 Millionen hfl. (= rd. 85 Mill. M.) annehmen. 9. Belgien, Nach einer im Jahre 1914 veröffentlichten Monographie des belgischen Ministeriums für Industrie und Arbeit über die „Industrie de la Construction Mecanique“ betrug im Jahre 1907 der Wert der Produktion an Maschinen und Maschinenteilen, ausschließlich Lokomotiven, Dampikesseln und elektrischen Maschinen 121 Millionen Mark'). Nimmt man nun, um für Maschinen ungefähr im gleichen Verhältnis gewachsen ist wie deren Ausfuhr, so kommt man die letzten Vorkriegsjahre zu einer Schätzung zu gelangen, an, daß die Gesamterzeugung an für die Jahre 1912/1913 auf ein Ergebnis von etwa 155 bis 180 Mill. Frcs., wozu weitere 25 Mill. Fres. für Lokomotiven?) hinzukommen, so daß sich eine Gesamtmaschinen- produktion im Werte von etwa 180— 200 Mill. Frecs. ergibt. Hiervon tentfielen schätzungsweise auf: Eokomotiven 200 den. 25 Mill. Fres. Dampfmaschinen‘ .- 2 A PT a Verbrennungsmoteren ET TE Q- T0 ak Werkzeug- (Metallbearbeitungs-) Maschinen . . . SE Holzbearbeitungsmaschinen .. A Or nA Texumaschinen 1 OO Krane und HeDezetibe N Be Fördermaschinen, 2 En. Da Milchzentrifugen 20 CR 810 Andere Maschinen f. d. Landwirtsch. u. f. d. Ver- wertung landwirtsch. Produkte ... EL 20-25 0. In den Nachkriegsjahren 1924/1925 dürfte die Produktion an Maschinen 200 Mill. Gold- franken nicht sehr überschritten haben. 1) Vgl.: „Die Hauptindustrien Belgiens“, Teil II: Industrien der Metallverarbeitung. Im Auftrage der Abteilung für Handel und Gewerbe bei dem Generalgouverneur in Belgien herausgegeben von der Landes- stelle Belgien für Rohstofferhebung. München 1919, S. 22. 2?) „Die Hauptindustrien Belgiens‘ a. a. O., S. 10. 10. Tschechoslowakei. Amtliche bzw. private Erhebungen oder Schätzungen über den Produktionsumfang der tschechoslowakischen Maschinenindustrie liegen nicht vor. Zu einer annähernden Schätzung kann man gelangen, wenn man die Maschinenausfuhr- ziffern der Tschechoslowakei in Betracht zieht und berücksichtigt, daß die tschechische Maschinenindustrie in ziemlich bedeutendem Umfange auf Export angewiesen ist. Schätzt man die Ausfuhr auf etwa 30 % der Gesamtproduktion, so kommt man für die letzten Jahre (1924/1925) auf eine Produktionsziffer von 1170 bis 1430 Mill. K&. (= rund 150 bis 180 Mill. RM.). 11a. Österreich-Ungarn, Für die Maschinenindustrie des früheren Österreich-Ungarns liegen irgendwelche Pro- duktionsangaben nicht vor. Nimmt man auch in diesem Falle eine Exportquote von 30 % an, so erhält man für das Jahr 1912!) eine Produktionsziffer von rund 540 Mill. Kronen (= rund 460 Miil. M.). 1) Das Jahr 1913 ist wegen der Ereignisse auf dem Balkan für diese Berechnung nicht geeignet. SE