Entsprechend der organisatorischen Gliederung der ungarischen Industrie ist in den obigen Ziffern auch die Elektrotechnik einbegriffen, die innerhalb des ganzen Industriezweiges einen Anteil von mindestens 10% des Produktionswertes haben dürfte. Da zudem nach An- gaben über den Beschäftigungsgrad in der ungarischen Eisen- und Maschinenindustrie die Konjunktur in dieser Industrie in den Jahren 1924 und 1925 gegenüber den Vorjahren stark zurückging, so ist die „reine“ Maschinenproduktion für 1924/1925 auf etwa 65—70 Mill. Goldkronen (= rund 55—60 Millionen Mark) zu schätzen, was einer Exportquote von 20—24 % entspricht. 15. Japan. Amtliche Veröffentlichungen über die seit dem Kriege mehrmals veranstalteten Pro- duktionserhebungen, bei welchen unseres Wissens auch die Maschinenindustrie einbezogen wurde, stehen uns nicht zur Verfügung. Ein neuerdings erschienenes Quellenwerk?) gibt für die meisten anderen Industriezweige, nicht aber für die Maschinenindustrie Produktions- ziffern an. Nach dem von privater Seite veröffentlichten „The Japan Year Rook‘“?), welches jedoch in seinen Zahlenangaben nicht immer zuverlässig ist, soll die Produktion sämtlicher Werke mit mindestens 30 Arbeitern in den Jahren 1920 und 1923 betragen haben: Produktion in Mill. Yen nn 1920 1923 an Kraftmaschinen, Pumpen, Hebemaschinen usw... ... .. 49,8 / 54,1 an Werkzeugmaschinen und anderen Fabrikationsmaschinen . . | 23,9 14,2 — Zusammen |. 78,7 | 688 In diesen Ziffern sind u. a. Landmaschinen und Lokomotiven nicht berücksichtigt. An gleicher Stelle wird die Produktion „einiger führender Werke‘ des Kraftmaschinen- baus wie folgt angegeben (in Mill. Yen): 1914°) | 1919) | 1920) 1920‘) | 1921‘) | 1922% Dampfmaschinen. ) WO | 15,0 | 29,5 | 15,3 Kessel und Dampfturbinen . . .. 5,0 | 924,0 "= 13,0: 4,8 21 1,5 Pumpen USW. 1,0 | 66 1510006,5 | 69: u hu A822 | 6.1 Verbrennungsmotoren 1. 1,0 | Be . ; . Wasserräder. . 7 e 0,1 2,4 = 4,510 Für 1923 kann man auf Grund der in dem genannten amtlichen Quellenwerk angegebenen Beschäftigungsziffern®) eine rohe Schätzung des Produktionsumfanges der japanischen Ma- schinenindustrie vornehmen. Allerdings können hierbei die Ziffern für den Lokomotivbau nicht mitberücksichtigt werden, da dieselben mit denjenigen des Waggonbaus zusammen aus- gewiesen sind. Da aber andererseits in der Position „Maschinen für die Munitionsindustrie“‘ anscheinend auch Erzeugungsgebiete miterfaßt wurden, welche nicht zur „reinen“ Maschinen- industrie gehören, so kann die Gesamtbeschäftigtenzahl von 54 117 Personen für die „reine“ Maschinenindustrie als annähernd richtig angenommen werden. Durch einen Vergleich mit den Beschäftigtenzahlen im deutschen Maschinenbau und unter Berücksichtigung dessen, daß die Produktion pro Kopf des Beschäftigten in Japan weit geringer sein dürfte als in Deutschland, kommt man für das Jahr 1923 auf eine Schätzungsziffer von 180—250 Millionen Mark. *) „The Statistics of Agriculture Industries and Commerce 1923“ (Section of Statistics Department of Agriculture and Commerce), Tokio, März 1925. ?) Jahrg. 1924/1925 S.240 und Jahrg. 1926 S. 505. *) Nach „The Japan Year Book“, Jahrg. 1924/25 S. 240. *) Nach „The Japan Year Book“, Jahrg. 1926 S. 505. 5) Vgl. Punkt 4 A im Anhaneg. Q0Q