I. Die Wolframlagerstätte Bojevka im Ural 9 treten beide Erze auch unabhängig von einander auf. Scheelit in größeren Mengen wird nur von einem Gange beschrieben. Stets finden sich die Wolframerze mehr nach den Salbändern zu angereichert, wogegen die viel selteneren Sulfide, vorwiegend Kupferkies und silberhaltiger Bleiglanz auf die Gangmitte be- schränkt sind. Zu den sonstigen, allerdings seltenen Neben- mineralien gehören nach Su 8&inskij noch Beryll und Turmalin, sowie etwas Gold. Hervorzuheben ist ferner, daß man gelegent- lich auch Wolframocker beobachtet hat. Das Haupterz, der Wolframit, zeigt nach Beck und Teich folgende Zusammensetzung: WW O3 A 76,01 0% Mn O0) 8,59% FeOß 14b- MVEG CORE 17% AgOR 0,20% 100,21 % Im Glimmer des Salbandes waren nach einer spektroskopischen Analyse noch Spuren von Cerium, Rubidium und Gallium enthalten. Flußabwärts legen sich an die metamorphen Schiefer des Erz- feldes grüne Chlorit- und Ton-Chloritschiefer an, in denen Quarz- gänge und Quarzlinsen auftreten. Eine Erzführung hat man innerhalb dieser Gänge nirgends wahrgenommen. Etwa 4 km südöstlich der Lagerstätte gehen Biotitgranite zutage. Auch in ihnen finden sich ebenfalls NO-streichende Quarzgänge mit Greisenbildung und Glimmersalbändern wie bei Bojevka. Zavarickij erwähnt aus ihnen große Kristalle von Flußspat und Beryll, desgleichen ist Gold bekannt. Die Wolframführung scheint nach Kandykin gering zu sein. Für einen genetischen Zusammenhang beider Vorkommen spricht die analoge Gangausbildung. Die Lagerstätte von Bojevka ent- hält noch Seifen und zwar eluviale an den Hängen der Gangfelder und alluviale im Tale des Bagarjak. Einige alluvlale Seifen liegen unter 6—8 m Terassenablagerungen und bilden dort eine gegen 1 m mächtige erzführende Schicht, andere begecken in einer Mächtigkeit von %—3% m den Uutergrund der Talsohle, wobei bei ihnen die untere Hälfte erzführend ist. Die Mächtigkeit der eluvialen Seifen wird auf 1 bis höchstens 2 m veranschlagt.