nu Vi. Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes 1 Die Mineralzusammensetzung innerhalb des eigentlichen Ganges ist unbeständig, sie wechselt im Fallen und Streichen. Kine große Bedeutung für die Erzführung kommt den flach einfallenden Gängen am Südhang zwischen dem Zolotoj-otrog und dem Berge Melechinaja zu, wo der Einfallswinkel ungefähr mit dem Berg- abhang zusammenfällt. Dor hat der frühere Edelsteinbergbau einen derartigen Gang bei 4—6 m Teufe angefahren. Die alten Halden dieser Grube ergaben einen W O;-Gehalt von 0,3 % und Bi-Gehalt von 0,02—0,03 %. Derartig flach einfallende Gänge verdecken am westlichen Abschnitt der Lagerstätte den Granit. So ist es erklärlich, daß der ganze Abhang von Quarztopasgestein eingenommen wird, dessen Verwitterungsprodukt zur Bildung eluvialer Wolframit- und Wismutseifen geführt hat. Lagerstättenkundlich gehören die Gänge des erlovaja-Gora zum gemischten Zinn-Wolframtypus, wenngleich Zinn nur selten auf- tritt. Das Ganggestein kennzeichnen Rauchquarz, Aquamarin, Topas, Arsenkies, Wismutmineralien (vorwiegend im Zusammen- hang mit Arsenkies), Molybdänglanz, Hämatit und Flußspat, untergeordnet Zinkblende, Zinnstein, grüner Uranglimmer und Turmalin. Der Wismutgehalt des Arsenkieses beträgt nach einer im Laboratorium des Geologischen Komitees ausgeführten Analyse 0,28—0,41 %. Im Quarztopasgestein sind enthalten Wolframit, Wismutmineralien, Molybdänglanz und Monazit, und zwar am reichhaltigsten bei der Annäherung an die Aquamarin-Topasgänge. Der Wolframit und die Halbedelsteine werden von SuS8- Sinskij und Tetjaev als gleichaltrige Bildungen aufgefaßt. Die Gänge zeichnen sich durch das Fehlen von Quarz aus, der nur sporadisch in Nestern an den Salbändern oder als Verquarzung in den Salbändern auftritt. SuSinskij betrachtet diese Gangbildungen als Abspaltungsprodukte des Magmas, im Gegen- satz zu Tetjaev, der sie, infolge ihrer Übereinstimmung mit der Klüftung des Nebengesteins als richtige Gänge anspricht, wobei er ihre Quarzarmut durch die höheren Temperatuen bei der Ausscheidung erklärt. Die chemische Zusammensetzung des Wolframits kennzeichnet folgende neuere, im Chemischen Laboratorium des Geologischen Komitees ausgeführte Analyse: