“77V. Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes » 727 eine Beobachtung zulassen, auf beiden Seiten entgegengesetzt. Alle Sedimente gehören mutmaßlich dem Paläozoikum an und zwar zweierlei Stufen, nämlich eıner mit vorherrschend fein- körnigem, feingeschichtetem Material und einer solchen mit Konglomeraten und Sandsteinen. Zum Batholithen gehören fünf einzelne, durch Sedimente getrennte Massive, von denen das von Byrka-Soktui bei weitem die größten Ausmaße erreicht und einen Flächenraum-: von un- gefähr 200 qkm einnimmt. Das in seiner Streichrichtung ihm nörd- lich vorgelagerte Granitmassiv von Oldanda umfaßt ein Areal von etwa 40 akm und steht somit an zweiter Stelle. Die weiteren drei Massive messen im Durchschnitt 4—6 km. Von ihnen ist nur der Antonova Gora gleich den beiden benachbarten Haupt- massiven erzführend. Der Granit zeigt petrographisch eine gewisse Einförmigkeit, wenn auch einzelne Abarten zu unterscheiden sind, und zwar in der Größe des Kornes, in der Struktur und in der Mineral- zusammensetzung. Gewöhnlich herrscht die eine oder die andere Gesteinsfazies vor. Immerhin sind die Unterschiede unwesentlich und die Fazies stets durch Übergänge miteinander verbunden. Man unterscheidet grobkörnigen, mittelkörnigen, feinkörnigen und nicht selten porphyrischen Granit. Den Mineralbestandteilen nach ist er gewöhnlich ein Biotitgranit, doch kann er auch Horn- blende führen und wird dann als Granit-Syenit bezeichnet. Von Feldspäten wiegt der Plagioklas vor. An der Mineralzusammen- setzung nehmen teil: gewöhnlich dunkler Quarz, Mikroklin— Mikroperthit oder Mikroperthit, Albit—Oligoklas, Biotit und an Nebenmineralien Apatit, Titanit, Zirkon und Turmalin. Dem Gestein ist eine typische Klüftung mit 80° NO Fallwinkel eigen, durch die es in deutliche Platten zerfällt. Die Erzführung be- schränkt sich auf die in dieser Richtung verlaufenden Quarzgänge. Ganggesteine setzen im Granit ausschließlich als leukokrate Gebilde auf, vornehmlich vom Aplit-Pegmatittypus. Ziemlich feinkörnige Aplite mit Magnetit als Nebengemengteil sind aus dem grobkörnigen Gestein der Massive von Oldanda und Südabschnitt von Byrka-Soktui bekannt. Obgleich diese Gänge fest mit dem Granit verwachsen sind, treten sie scharf hervor, im Gegensatz zu einer grobkristallinen, vollkommen unregelmäßigen pegma-