32 Rußlands Wolframlagerstätten — Die meisten Gänge zeigen Druckerscheinungen, die in parallel den Salbändern angeordneten Klüften zum Ausdruck kommen. Sind sie erweitert und die in ihnen vorhandenen Glimmerblättchen angereichert, so entstehen dünne, bis zu 2 mm mächtige Glimmer- zwischenschichten. Namentlich trifft dieses in der Randzone der Gänge zu, wodurch das Gestein ein gneisartiges Aussehen erhalten kann. Ein Beispiel besonders hervortretender GClimmer- anreicherung zeigt Fig. 6. Ein Teil des Climmers kann vielleicht auf gequetschte Nester und Beläge zurückgeführt werden, die Hauptmasse hat sich zweifelsohne nach der Gangausfüllung ge- bildet, was aus ihrem Zusammenhang mit sekundär das Gestein durchsetzenden, querschlägigen aderförmigen Gängchen hervorgeht. a QWorz. Glimmerschicht Greisen Granit @ gos 010 Faden Fig. 6. (Nach; Doktorovic-Grebnickij.) Neben den reinen Quarzgängen kennt man auch solche, die außer Quarz noch rosagelben Orthoklas führen und somit schon an die Aplite erinnern. Ihre 2—3 cm messenden Kristalle sind regellos in der Quarzmasse verstreut, können aber auch Ansamm- lungen bilden. In seltenen Fällen überwiegt der Feldspat gegen- über dem Quarz, der dann in jenen eingebettet ist. Ein derartiger, nördlich des Schurfes III festgestellter Gang zeigt an den Sal- bändern Glimmerbeläge, auch führt er Muskovite, die ebenfalls zu einer häufigen Begleiterscheinung dieser Gangabart gehören. Von anderen Gangmineralien ist der Flußspat weit verbreitet, und zwar als sekundäres Gebilde an den Klüften und Spalten, desgleichen aber auch als weißliche Einschlüsse innerhalb der übrigen Gangmasse. Von einem Gang kennt man mikroskopisch wahrnehmbaren Beryll. Die in den Gängen vorkommenden Erze treten gegenüber den übrigen Mineralien beträchtlich zurück. Weiter verbreitet