ru V, Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes | 37 heitlich körnige hellgraue Greisenbildung aus. Die Hauptmasse des Greisen besteht aus einem Quarz-Glimmeraggregat, in dem dem Quarz eine vorherrschende Beteiligung zukommt. Der zersetzte Feldspat ist hier sowohl durch Glimmer als auch durch Quarz ersetzt. Bisweilen findet sich etwas Flußspat. Die Breite der Greisenzone beträgt höchstens 8—10 cm. Ihre Grenze gegen das Ganggestein ist deutlich ausgeprägt, hingegen ist ihr Über- gang in das unveränderte Gestein allmählich. Greisenbildung in dem schiefrigen Nebengestein haben die Schurfgräben bisher in einem einzigen Falle erschlossen. Bei 0,5 m Entfernung vom Salbande beginnt sich der Schiefer zu verfärben und geht nach dem Gange zu in eine erdige hellasch- graue, von grünlichen Flecken durchspickte Masse über, die viel Muskovitblätter einschließt und zahlreiche Quarzkörner enthält. Die dunklen Flecke werden ebenfalls von Muskovit, der aus ver- ändertem Cordierit hervorgegangen ist, gebildet. Nahe am Sal- bande ist die Verfärbung am ausgeprägtesten, auch geht dort die Schieferung vollkommen verloren. Man kennt von hier neben kleinen Pyritkristallen bisweilen mikroskopisch wahrnehmbaren Rutil. Das gesamte besprochene Gebiet ist durch fünf Schurffelder erschlossen, die verschiedene Gänge freigelegt haben, und zwar solche im Granit, im Schiefer und am Kontakt beider Gesteine. Erzführung liegt zumeist vor. Leider hat man von ihrer Bestimmung Abstand genommen. Auf besonders reichhaltige, allerdings noch nicht aufgedeckte Gänge weist Schurffeld IV am Kontakt von Granit und Schiefer hin. Von kleineren Unternehmern planlos ausgeführte Schürfungen haben im Sommer 1917 drei weitere beträchtliche Gänge erschürtft. Günstig ist bei dieser Lagerstätte das Aushalten der Gänge nach der Teufe, das im Anstehen des Gangquarzes in verschiedenen Höhenniveaus zum Ausdruck kommt. Die Erschürfung erschweren mächtige aus Verwitterungsschutt gebildete Deckschichten. nament- lich die an der Bergspitze. Immerhin ist ein dichtes erzführendes Gangsystem anzunehmen, über dessen Wert uns erst genauere Arbeiten besser unterrichten werden. In der Qualität zeichnet sich das Erz gegenüber dem des Oldandamassives durch geringeren Mangangehalt vorteilhaft aus.