nn V. Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes 39 bei steilgestelltem, NO gerichtetem Einfallen zwischen 315° und 355° NW. Die an einzelnen Schurfgräben beobachteten geringeren, bis zu 60° betragenden KEinfallswinkel hängen mutmaßlich mit einer Umbiegung der Schichtenköpfe zusammen. Längenausdehnung und Mächtigkeit der einzelnen Gänge gehen aus beigefügter, von Doktorovic-Grebnickij aufgestellten Tabelle hervor. (1 Faden = 2,1 m.) No. Länge Maximal-Mächtigkeit Mittlere Mächtigkeit des Ganges in Faden in Faden in Faden Ir Ar 76 0,50 0,19 1 A ER 0,07 0,04 U 0,20 0,20 U EEE © 0,11 0,06 V A 4 0,08 0,05 Ve ; Zr be 7 0,10 0,08 VALLE f 0,08 0.03 j 415 0127 Danach ist die Durchschnittslänge 90—130 m, in einem Aus- nahmefalle beträgt die Ganglänge 570 m, allerdings mit zeit- weiligem Aussetzen. Gleich wenig beständig ist die Mächtigkeit, die sogar innerhalb eines Ganges beträchtlich schwankt. Durch- schnittlich beträgt sie 0,2 m, im Höchstfalle und auch hier nur als einzelne Ausnahme 1 m. Das Ganggestein besteht aus hellgrauem, seltener weißem Quarz mit Lagenstruktur nach der Korngröße. Zu den wichtigsten nichtmetallischen Nebenmineralien gehört der Topas, der zumeist in kleinen, kaum über 1—2 mm großen gelblichen Kristallen auftritt. Im Gegensatz zu den nördlichen Lagerstätten spielt der Muskovit hier nur eine untergeordnete Rolle. Das Wolframerz ist in dünnen, etwa 1 mm starken und selten über 1%—2 cm großen Kristallen vertreten. Gewöhnlich kon- zentriert es sich in 1—1 % cm starken Ganglagen. Neben Wolframit kennt man in unbedeutenden Mengen Molybdänglanz, Pyrit und Kupferkies, seltener Arsenkies. Bei der Greisenbildung sind mit Ausnahme des Quarzes alle Mineralien unter Erhaltung ihrer Struktur durch helle Glimmer- blättchen ersetzt. Gegenüber dem frischen Gestein hebt sich das Aggregat in der hellen staubgrauen Färbung ab. Die Gleich- mäßigkeit der Greisenzone wird gelegentlich durch dünne Quarz- äderchen unterbrochen. Mikroskopisch erkennt man neben den