44 Rußlands Wolframlagerstätten im allgemeinen tritt er zurück. Auch er ist an einzelne Lagen gebunden. Pyrit- und Arsenkieseinsprenglinge sind nicht selten, ziemlich reichlich finden sie sich jedoch nur an einer einzigen Stelle. Eine Seltenheit bildet das Vorkommen von Wismutglanz. Die Greisenbildung des Ganggebietes ist nach Doktoro- vic-Grebnickij*) unbedeutend. Sie übertrifft selten 3 bis 4 cm, ausgenommen sind einige von Quarznebentrümern durch- setzte Aplite, bei denen das ganze Gestein verändert worden ist. In ihrer mineralogischen Umwandlung macht sich eine gewisse Vielseitigkeit bemerkbar. Neben dem gewöhnlichen, durch Strukturerhaltung und Ersetzung der Feldspäte durch helle Glimmer gekennzeichneten Typus findet sich ein ähnliches Ge- stein mit dunkelgrauen Quarzkörnern und schwarzen frischen Biotiten, die in einer feinschuppigen, dunklen, graugrünen, aus neugebildeten Glimmern und einigen Quarzen bestehenden Masse schwimmen. Seltener gibt es reine „Quarz-Biotitgreisen‘, deren Feldspäte vollkommen vom Quarz verdrängt sind und die die ursprüngliche Gesteinsstruktur eingebüßt haben. Sie führen bisweilen Topase. Die Greisenzonen der meisten Aplite zeigen ähnliche Verquarzungen, doch kennt man auch solche, bei denen die Feldspäte vollkommen kaolinisiert‘ sind. Ob diesen Gängen eine wirtschaftliche Bedeutung zukommt, dürften erst Abbauversuche an dem am genauesten untersuchten Antanberge I ergeben. Geographisch liegt das Vorkommen günstig, mit dem erwähnten Dorfe Maly Soktui ist es durch einen aller- dings schlechten Weg von 7—8 km Länge verbunden. Die Ent- fernung nach der mehr der Bahn zu vorgeschobenen Siedlung Chada-bulak beträgt 13 km; hierhin führt eine einigermaßen fahrbare Straße. 5. Die Lagerstätten des Granitmassives von Turga und Unda., Nördlich des Kukulbei liegt ein in seinen Ausmaßen gewaltiges Granitmassiv (Fig.11.5.75), über dessen ggenaueAusdehnung man bis- her nur durch Routenbegehungen unterrichtet ist. Ein Zusammen- hang dieses nach der Wasserscheide der Flüsse Turga und Unda be- nannten Batholithen mit den unvergleichlich viel kleineren Mas- * Tetjaev und SugZinskij machen die gegenteilige Mitteilung,