48 Rußlands Wolframlagerstätten 5 im Hangenden reiche Erzfälle, verarmt jedoch mit der Teufe nach dem zentralen Teil zusehends. In dem Gangsystem der Bukukagruppe ist nach der Teufe zu eine Abnahme der Sulfide und Zunahme des Wolframits nach- zuweisen. Auch die 100 m tiefer gelegene SuSsanichagruppe kennzeichnet eine größere Armut an sulfidischen Erzen. Zinkblende und Wismut- glanz fehlen vollkommen und Kupferkies tritt bedeutend zurück. Nicht unerwähnt bleibe, daß der anscheinend abseits gelegene Gang Dal’njaja SuSanicha Bleiglanz führt. Chemisch zeigt der Wolframit von Bukuka folgende Zu- sammensetzung: WO 1 Fe a 15,16% Mu OH 00% 99,47 % Wegen seines hohen Mangangehalts steht das Erz beträchtlich hinter dem von Tutchaltui und SuSanicha zurück. Nach den genauen Berechnungen Tetjaevs beträgt der Erzgehalt der Gangmasse 0,28 %, bei SuSanicha 0,47 %, also durchschnittlich 0,37 %, wobei das bei der Förderung mitge- brochene Nebengestein nicht inbegriffen ist. Bei einer durchschnitt- lichen Gangmächtigkeit von 12—16 cm erfordert der Abbau die gleichzeitige Entnahme der sechsfachen Menge des tauben Nebengesteins; somit entfallen auf das gesamte Fördergut O8 0,05 %. Wenn auch die hier wiedergegebenen Zahlen vorsichtigen Erwägungen entsprechen und bei der Bukukagruppe mit einer möglichen Anreicherung von Wolframit nach der Teufe zu zu rechnen ist, erscheint ein gewinnbringender Abbau dieses Ganggebietes dennoch durchaus fraglich. Die bisherige Förderung beschränkte sich ausschließlich auf die Kriegszeit, während deren eine Hochkonjunktur der Wolfram- erze bestand. Der Abbau wurde im Jahre 1915 eingeleitet und kam 1917, nach neueren Angaben erst 1919, zum Erliegen. Im Sommer betrug die monatliche Ausbeute 1,6 t. Es kam nur Örterbau zur Anwendung, wobei in der Streichrichtung Stollen vorgetrieben wurden. Infolge des wechselnden Einfallswinkels der an den Schichtenköpfen flach geneigten, nach der Teufe jedoch