nn V. Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes 49 steilstehenden Gänge war man am Umbiegungsschenkel gezwungen, dem Stollen eine andere Richtung zu geben, was häufig nur durch Neuanlagen möglich war, und wodurch die Regelmäßigkeit des Örterbaues verloren gıng. Zum Fördererz zählte das Ganggestein und ein Teil der Sal- bänder. In der Grube fand eine Handscheidung in taubes Gang- gestein, feinverteiltes Erz und grobspätiges Erz statt. Dieses gelangte gleich zum Rösten, wogegen das gewöhnliche Erz noch- mals auf den Halden handgeschieden und nachher einem ordent- lichen nassen Aufbereitungsverfahren unterworfen wurde, aus dem reines Wolfram-Konzentrat und ein Konzentrat der Fe-, Cu-, Zn- und Bi-Sulfide hervorgingen. Aus diesem sind im Herbst 1918 von Nenadkevi? 33 kg metallischen Wismuts ge- wonnen worden. Die Aufbereitungsanlagen standen technisch auf der Höhe und entsprachen vollkommen den örtlichen Anforderungen, weniger der eigentliche Bergbau, der, vollkommen unsystematisch angelegt, einen zufälligen Charakter trug. Dem ist nur durch Aufschlußarbeiten abzuhelfen, die die geologischen Verhältnisse berücksichtigen. b) Die Gänge des Berges Belucha. Der Berg Belucha liegt am Talangui, einem Nebenfluß der Unda, etwa 16 km nordwestlich des Dorfes NiZnee-Girjunino und bildet gleichzeitig die Wasserscheide der Flüsse Talangui und Sundui. Geologisch gehört das ganze Gebiet zum großen Granit- batholithen, an den erst 11 km südlich die kontaktmetamorph veränderten Sedimentgesteine stoßen. Natürliche Aufschlüsse fehlen vollkommen; das ganze Gebiet ist von einem groben Ver- witterungsschutt bedeckt, in dem sich große Quarzblöcke mit Wolframit finden. Die geologische Untersuchung dieser Lager- stätten rührt von SuS&inskij und namentlich Te t j ae v her. Man kennt aus der Umgebung der Lagerstätte grauen mittel- körnigen Biotitgranit, von großen rosa Feldspäten durchsetzten porphyrischen Granit, und biotitreichen gneisartigen Granit. Alle diese Abarten haben ihr bestimmtes Verbreitungsgebiet. Außer ihnen kennt man noch in flächenhafter Ausdehnung und inselförmig inmitten des Granites Quarzporphyr. Die wolframit- führenden Quarzgänge durchschneiden alle diese Gesteine. Stets Quellen u, Studien. III. Abt. N. F. Heft 1: L. v. zur Mühlen, Lagerstätten von Wolfram etc. 4