— V. Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes. 51 die Angaben entnommen sind, gibt als Nebengestein der Lager- stätte einen Hornblendeschiefer an. Bisher hat man drei 60° bis 80° nach NW fallende Gänge festgestellt. Die Gangfüllung besteht aus Quarz, bisweilen ist diesem auch Kalzit beigemengt, der gegen die Salbänder Lagen bildet. In den Salbändern tritt gewöhnlich Turmalin auf. Das Erz, ausschließlich Scheelit, kommt in nester- förmigen Einschlüssen und Adern innerhalb der Quarzmasse, seltener im Kalzit vor. Chemisch wird er durch folgende im Laboratorium des Geologischen Komitees ausgeführte Analyse gekennzeichnet: WO 0.14% CO Pe O2 020% 2 99,54% Die Mächtigkeit des Hauptganges beträgt etwa 0,7 m, gegen- über 0,2—0,4 m beim zweiten Gange. Hier ist das Erz feiner in der Gangausfüllung verteilt und erst durch nasse Aufbereitung zu gewinnen. Den dritten Gang hat man früher versuchsweise auf Gold abgebaut. Auch er enthält im Anstehenden Scheelit, den man übrigens auch auf den alten Halden findet. Über den genauen Erzgehalt liegen leider keinerlei Angaben vor. Bisher wurden in einem halben Tage von drei Arbeitern im Handbetriebe etwa 16 kg Scheelit gewonnen. Geographisch liegt die Lager- stätte nicht ungünstig, in der Luftlinie etwa 30 km von der über Nertinsk führenden Transamurbahn. Abgesehen hiervon hat man etwa 40 km östlich, am Bache Cenkyricha, einem Nebenflusse der PeSkovaja, die ihrerseits in die Urul’ga mündet, in den dortigen Goldseifen Scheelit gefunden. Die anstehenden Gänge blieben in dieser von Schiefern und Gneisen eingenommenen Gegend unbekannt. Eine praktische Bedeutung kommt dieser Lagerstätte ebenso wenıg zu wie den der benach- barten Karijskij-Seifen, doch steht durch diese Vorkommen und Gänge von Kljudevaja fest, daß die transbaikalische Wolfram- provinz sich weit nördlicher, als bisher angenommen wurde, ausdehnt. 7. Die Lagerstätten östlich der Bukukagruppe. Etwa 100 km östlich von Belucha und 44 km nördlich der Gazimurskij-Hütte liegt am Bach U&mun, einem rechten Nebenfluß