ru Vi Die Wolframlagerstätten des Transbaikalgebietes 55 Als besondere Kennzeichen der transbaikalischen Wolfram- und Zinngänge gilt ihre symmetrische Lagenstruktur. Am Bukuka konzentrieren sich Wolframit, Molybdänglanz und Flußspat nach den Salbändern zu, während die Mitte Pyrit, Kupferkies und Zinkblende einschließt. Auch der Zinnstein der Onongruben beschränkt sich ausschließlich auf die Salbänder. Ein .ausge- sprochen rindenförmiger Habitus zeichnet die Linsen des Serlovaja- Gora aus, bei denen die Erze eine selbständige Erzzone nahe den Salbändern bilden. Anderseits sınd auch Gänge aus dem Kukulbei bekannt, die keinerlei Gesetzmäßigkeit erkennen lassen, während es auch nicht an solchen mit lagenförmiger Anordnung des Ganggesteines fehlt. Das Ganggestein besteht aus Quarz, mit Ausnahme des Ser- lovaja-Gora, wo es durch Topase und Berylle ersetzt wird. Quarz findet sich dort nur an den Gangklüften und in kristallisiertem Zustande an den Salbändern, an denen er in Gemeinschaft mit dem Topas den anschließenden Granit in ein Quarz-Topasgestein umgewandelt hat. Spuren derartiger Topas-Beryllgangarten gibt es auch weiter im N im Kukulbei, so in den Gängen des Antan, in denen innerhalb des Quarzes Ansammlungen kleiner Berylle auftreten, häufig auch Topase, weit seltener Aquamarine be- kannt sind. Vereinzelte Ausläufer in Gestalt von "Topasbei- mengungen enthalten noch die Gänge von Tutchaltui und Togotui und sporadische Berylleinschlüsse die Gänge des Antonova-Gora. Sonst besteht die Gangart aus reinem Quarz, der somit den End- punkt in der Reihe der Gangausfüllungen bildet. Diese allmähliche Veränderung der Topas-Beryllgangart nach NO hängt anscheinend mit einer Druckverminderung, Temperaturabnahme und Nachlassen der pneumatolytischen Stoffzufuhr bei der Ausscheidung der gang- bildenden Lösungen zusammen, die beim Serlovaja-Goraihren Höhe- punkt erreichten. Hier konnte die Quarzausscheidung nur bei den erkaltenden Salbändern vonstatten gehen. Bezeichnend hierfür ist das Gebundensein der Berylle an die Mitte des Gangkörpers, natürlich nur innerhalb des dichten, nicht lagenförmigen Gang- körpers. Südöstlich vom Serlovaja Gora, bei Charanor besitzen die stockförmigen Gänge in ihrer Form Ähnlichkeit mit der vorigen Lagerstätte. Daneben weisen aber die aus Quarz bestehende