56° Rußlands Wolframlagerstätten nn Gangausfüllung und die noch zu besprechende Mineralparagenesis bereits auf erkaltende Lösungen hin. Eine Ausnahme bilden paragenetisch die Gänge von Oldanda, mit Quarz-Feldspatausfüllung, dichter Gesteinsbeschaffenheit und eintöniger Mineralzusammensetzung. Sie zeigen viel Anklänge an die an die Granite gebundenen Pegmatit- und Aplitgänge und stellen vielleicht einen Übergangstypus zu ihnen dar. - Gleich der Gangart kennzeichnen die an die Gänge geknüpften sekundären Granitumwandlungen, die Greisen, die Entstehungs- weise der Lagerstätten. Im Transbaikalgebiete sind drei Typen vertreten: 1. Bildung eines Quarz-Topasgesteines unter Ver- drängung der Feldspate und Glimmer, bei teilweiser Erhaltung der Struktur des ursprünglichen Granitgesteins, 2. Zerfall der Feldspate in Quarz und Glimmer, bei allgemeiner Verquarzung des Granits und teilweiser Strukturerhaltung und 3. Umwandlung des ursprünglichen Granitgesteins in ein feinkörniges Quarz- Glimmeraggregat unter Anreicherung von hellen Glimmern und Bildung von Glimmerbelägen an den Salbändern. Die erste Abart, bei deren Entstehung zweifelsohne die beträchtlichsten Temperaturen eingewirkt haben, charakterisiert eigentlich nur die Lagerstätte des Serlovaja Gora, während die zweite über das Gebiet von Charanor und das des Kukulbei verbreitet ist. Aller- dings kennt man im Norden dieses Gebirges beim Antonova Gora und Oldanda, bereits Anzeichen des dritten Typus, der bei Bukuka und SuSanicha ebenfalls in gemischter Form vorkommt und erst bei Belucha vollkommen rein erscheint. Übergänge vom Quarz- Topasfels des Serlovaja Gora zu dem verquarzten Granit werden von Tetjaev in den Greisen des Antan gesehen und auch das von Doktorovic-Grebnickij untersuchte Topas- vorkommen in der Umwandlungszone der Gänge von Tutchaltui spricht für ein wenn auch schwaches Bindeglied zwischen beiden Bildungen. Auch hier kommt somit eine mit der Entfernung vom Magmaherd zunehmende Temperaturverringerung bei der Gangbildung zum Ausdruck, die sich ebenfalls in nordöstlicher und südöstlicher Richtung ausgewirkt hat. Daß die dem zentralen Herde näher gelegenen Zinnsteingänge des Onongebietes dem dritten, äußersten Greisentypus angehören, hängt mit der Ver- änderung des Nebengesteins zusammen, in dessen abgekühlterer