58 Rußlands Wolframlagerstätten A Sulfide nach der Peripherie hin, wobei das Hauptmineral, der „neutrale“ Wolframit, erst am entlegensten Außenrande durch Scheelit ersetzt wird. Zu den auf den Lagerstätten gefundenen Sulfiden gehören Molybdänglanz, Arsenkies, Wismutglanz, Pyrit, Kupferkies, Bleiglanz und Zinkblende. Demnach scheiden sich die Gänge in zwei durch Übergänge miteinander verbundene Typen, nämlich die auf hohe Temperaturen und schwere Löslich- keit hinweisenden reinen Zinnstein-Wolframitgänge und die in weiterer Entfernung vom metallogenetischen Ursprungsherde entstandenen Sulfidgänge, deren unvermischte Vertreter außerhalb des erwähnten Gebietes liegen. Die durch Topas, Flußspat und Beryll gekennzeichneten Zinnstein-Wolframitgänge des zentralen Gebietes sind nirgends vollkommen sulfidfrei entwickelt. Sie enthalten die genannten Mineralien allerdings nur in Gestalt von Molybdänglanz und Arsenkies sowie gediegen Wismut (Serlovaja Gora). In nordöstlicher Richtung stellen sich mit dem Zurück- treten der Chlor- und Fluorverbindungen, wenn auch zumeist als untergeordnete KEinsprenglinge, Pyrit, Kupferkies und Blei- glanz ein. Erst hinter dem Kukulbei, am Bukuka und bei Belucha, nehmen diese mit den neu hinzukommenden Erzen Zinkblende und Wismutglanz einen merklichen Anteil an der Erzführung, die sonst überwiegend aus Wolframit besteht und nur ausnahms- weise ansehnlichere Mengen von Pyrit, Arsenkies und Molybdän- glanz einschließt. Lokal 1äßt sich in der Wolframitzusammensetzung keinerlei Gesetzmäßigkeit nachweisen, da Hübnerit und Ferberit in den verschiedenen Gebieten unabhängig von einander auftreten. Hingegen zeigt die Verbreitung des zweiten Wolframminerals, des Scheelits, aufs deutlichste eine Regelmäßigkeit, die in ihrem Gebundensein an die äußerste Grenze der Wolframerzzone gegen die reine Sulfidzone spricht. Wir kennen Scheelitvorkommen nördlich der Bukukagruppe am Bache Kljucevaja und Cenkyricha und östlich hiervon in den Goldseifen des Baches Bystraja, unweit der Gazimurskij-Hütte. Alle diese Fundpunkte liegen nördlich oder östlich der äußersten Wolframitvorkommen von Bukuka, Belucha und USmun. Auch die Lagerstätte Charanor, die in der gemeinsamen Scheelit- und Wolframitführung einem Übergangs- typus angehört, liegt am allerdings südöstlichen Außenrande der erwähnten Wolfram-Zinnprovinz. Inwieweit dieses Erz am