60 Rußlands Wolframlagerstätten —— der übrigen Tatsachen. Alle deuten auf ein einheitliches Ausgangs- zentrum der Erzbildung hin, wobei die allmähliche Metamorphose auf die geologischen und physikalisch-chemischen Veränderungen zurückzuführen ist. Es scheint der Serlovaja Gora, dessen Mineral- und Gangbildung genetisch auf die höchsten Temperatur- und Druckverhältnisse hinweist, in einem 16 km südwestlich gelegenen Granitmassive, dem von Adun-Colon einen weiteren Vorläufer zu besitzen. Das Hauptgestein ist dort ein grobkörniger por- phyrischer Biotitgranit, der linsenförmige, z. T. stockartige Pegma- N RA "+ & = * Kar x. Zn + U ar A TEE TEE AS ES 1. Granit. 2. Turmalingreisen. 3. Pegmatit. Fig. 8. (Nach Tetjaev.) titgänge einschließt. Petrographisch setzen sich diese aus Quarz, Orthoklas, Albit, Biotit, Muskovit und Turmalin zusammen, nesterförmig führen sie auch Topase, Berylle, Flußspat und Rauch- quarz. Die Salbänder sind in Turmalingreisen (Fig. 8) umge- wandelt, die z. T. unsymmetrisch im Pegmatit auftreten und sich darin wesentlich von ähnlichen Bildungen des Serlovaja Gora unterscheiden. Ihr ganzer Charakter und auch die Turmalin- bildung im Gangkörper sprechen für eine pneumatolytische Ent- stehung. Kigentliche Erzgänge fehlen dem Massive, das am ersten an den Serlovaja Gora erinnert und von Tet jaev als Ausgangspunkt der Erzbildung angesehen wird. Wenn wir nun all diese Beobachtungen schematisch zusammen- fassen, so ergibt sich für den besser bekannten Nordostflügel der Wolfram-Zinnprovinz eine auf den Außenrand, namentlich nach N und NO hinweisende allmähliche Temperaturabnahme der erzbringenden Dämpfe und Lösungen. Der Höhepunkt liegt bei Adun-Colon, wo reine Pneumatolyse mitgespielt hat und es nicht zur Erzbildung gekommen ist. Eine Phase weiter stehen die Gänge des Serlovaja Gora mit Gangfüllung aus Topasen und