nn I. Die Zinnlagerstätten des Transbaikalgebietes 73 russischen Reiches reichende Bedeutung dürfte ihr jedoch kaum zukommen. Beim Abbau der Gänge ist ihrem perlschnurartigen Charakter Rechnung zu tragen und muß beim Aussetzen der einzelnen Linsen durch Schurfarbeiten in der Streichrichtung die Wiedererschließung neuer Ganganschwellungen erstrebt werden. Auch die noch nicht abgebauten Seifen mit ihren z. T. nur 0,2 bis 0,9 m mächtigen Deckschichten sind auf ihre Erzführung genauer zu durchforschen. Der Abbau der Ononlagerstätte reicht bis in das Jahr 1811 zurück. Er erlangte 1814/15 seinen Höhepunkt (Fig. 10) und sank dann rapide. Erst Mitte der dreißiger Jahre erreichte er infolge neuer Förderungsmethoden eine erneute Blüte. Mit dem Beginn des ostsibirischen Goldbergbaues trat eine abermalige Krisis ein, der er Anfang der fünfziger Jahre zum Opfer fiel. Seit dem Jahre 1898 sind verschiedentlich weitere Schurfarbeiten zur Ausführung gelangt, namentlich im Jahre 1908 durch fran- zösische Ingenieure und zuletzt in den Kriegsjahren 1916 und 1917. Zu einer Wiederbelebung des Bergbaues ist es jedoch nicht ge- kommen. Der Hauptgrund des Niederganges und der Auflassung des Zinnbergwerkes liegt neben den wirtschaftlichen Ursachen in den damaligen ungenügenden, jeglicher geologischen Unterlage entbehrenden Abbaumethoden. Stets beschränkte sich die Aus- beutung auf die zufällig erschlossenen Linsen, wogegen eine syste- matische Erschürfung unterblieb und beim Auskeilen dieser einzelnen Ganganschwellungen wurde niemals in der weiteren Streichrichtung der Gänge gefahndet. 2, Die Lagerstätte von Malaja Kulinda. Die Lagerstätte Malaja Kulinda liegt unweit des Pervonacal’ny Priisk an dem gleichnamigen Bache, etwa 5 km oberhalb seiner Mündung in den Onon. Auf ihr wurde Anfang des vorigen Jahr- hunderts kurze Zeit gefördert. Nähere Angaben über dieses Vorkommen lagen nicht vor. Erst die im Jahre 1908 von fran- zösischen Ingenieuren vorgenommenen Schurfarbeiten erbrachten einige genauere Anhaltspunkte über dieses Ganggebiet. Auf Grund dieser Angaben und eigener Beobachtungen wurde es von Tetjaev eingehender beschrieben.